Von Borkum zur Geburt nach Ankum

MHA - Marienhospital Ankum Bersenbrück

Jessica Taube kam in den Niels-Stensen-Kliniken Ankum-Bersenbrück zur Welt

Ankum. Wer auf Borkum ein Kind erwartet, muss sich bereits lange vor der Geburt darüber Gedanken machen, wo das Kind zur Welt kommen soll. Das Inselkrankenhaus Borkum, welches seit 2011 zum Klinikum in Leer gehört, übernimmt zwar die Notfallversorgung der Insel, allerdings verfügt es nicht über eine Geburtshilfe. Die meisten Frauen werden per Hubschrauber oder Fähre aufs Festland gebracht, um in Emden, Aurich oder Leer oder sogar in Groningen in den Niederlanden zu entbinden. Viele Frauen gehen daher bereits einige Zeit vor der Geburt aufs Festland, wohnen bei Freunden oder Familienangehörigen, bis das Kind zur Welt kommt. Genauso war es auch bei Renata Taube. Auch sie verließ bereits einige Wochen vor dem Geburtstermin die Insel. Mit einem Unterschied: für sie war von vornherein klar, dass sie ihr erstes Kind in den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Ankum-Bersenbrück (MHA) zur Welt bringen wollte.

Bis 2005 wohnte sie hier und hatte dabei über ihre Cousine auch den Gynäkologen J. Konrad Lis kennengelernt. Also erkundigte sie sich per Internet über das Angebot des MHA. Im August fuhr sie nach Ankum, um sich die Geburtsabteilung vor Ort genauer anzusehen. Es gefiel ihr offensichtlich, was die Hebamme Anja Soupidis ihr vorstellte.

Etwa 200 Kilometer liegen zwischen Borkum und Ankum. Je nachdem, ob man über Eemshaven oder Emden fährt, benötigt man zwischen drei und viereinhalb Stunden Fahrtzeit. So verlies Renata Taube rechtzeitig die Insel und verbrachte die letzten vier Wochen bis zur Entbindung bei ihrer Schwägerin in Ankum, bis dann die Fruchtblase platze und sie das MHA aufsuchte. Zuvor informierte sie ihren Mann Piotr über die bevorstehende Geburt. Die Nachricht erreichte ihn, als der gelernte Dachdecker das Dach eines Hauses eindeckte. Sofort machte er sich auf den Weg nach Ankum, nahm die nächste Fähre und war noch rechtzeitig dabei, um die Geburt seines Kindes mitzuerleben.

Für den Fall, dass er nicht rechtzeitig das Festland würde erreichen können, hatte ihm ein Freund angeboten, ihn mit seinem Flugzeug nach Achmer zu fliegen. Doch das war nicht nötig, denn Töchterchen Jessica ließ sich noch ein wenig Zeit. Die Geburt leitete der ärztliche Kollege von Herrn Lis, Dr. Roland Doll, Hebamme war wie gewünscht Anja Soupidis. Die kleine Jessica wog bei ihrer Geburt 3.620 Gramm und war 54 Zentimeter groß. Stolz meldeten die Eltern die Geburt ihres Kindes nach Borkum, wo Freunde und Verwandte am heimischen Computer bereits das erste Foto der neuen Erdenbürgerin auf der Babygalerie des MHA bewundern konnten. Während dessen genießen die Eltern die ersten Tage mit ihrer Tochter im Marienhospital. „Wie in einem Hotel“, umschreibt Vater Piotr die Möglichkeit, gemeinsam mit Frau und Tochter im Familienzimmer zu übernachten. Bliebe noch zu erwähnen, dass auch das zweite Kind in Ankum zur Welt kommen soll, denn, so betonen Taubes: „Es hat uns wirklich gut gefallen, Hebammen, Schwestern und Ärzte sind sehr nett und hilfsbereit.“

 

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