"Videobild erhöht die Sicherheit für Operateur und Patienten"

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Einer der modernsten OP-Säle Deutschlands bringt auch für Patienten der Thoraxchirurgie große Vorteile

Ostercappeln. High-Tech hilft im OP: Der neue moderne Operationssal in den Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael ist auch für die Thoraxchirurgie ein Trumpf. Denn er erleichtere nicht nur die Arbeit, sondern mache sie auch sicherer und kommunikativer, so Chefarzt Dr. Ludger Hillejan. Er ist von den multimedialen Möglichkeiten der neuen Operationsabteilung begeistert.

Ein Beispiel ist die Nutzung hochauflösender Kameras, die, in den OP-Lampen integriert, das Geschehen im Operationsfeld auf große Wandmonitore übertragen. Anästhesisten und Pflegepersonal sind so über die Monitore voll eingebunden. "Es muss weniger im OP gesprochen werden, alle Beteiligten können jederzeit den Ablauf der Operation erkennen und flexibel reagieren“.

Beispielhaft schildert Dr. Hillejan den Fall eines 56-jährigen Mannes. Die Lage eines bösartigen Lungentumors machte die Teilentfernung der Luftröhre mit Naht einer neuen Verbindung zwischen der Luftröhre und der Lunge erforderlich. In dieser Situation hängt das Leben des Patient an einem stricknadeldünnen Katheter, über den er beatmet wird. Der Anästhesist kann über das Videobild die korrekte Lage des Katheters jederzeit überwachen und korrigieren. "Das erhöht die Sicherheit für Operateur und Patienten", sagt Dr. Hillejan.

Ein weiterer Vorteil der neuen OP-Ausstattung: Endoskopische Untersuchungen oder Videos minimal-invasiver Operationen (sogenannte Schlüssellochchirurgie) können auf einem separaten Server gespeichert werden, sodass immer alle relevanten Daten schnell für die weiter behandelnden Ärzte im Krankenhaus abrufbar sind. Die Bilder können so im Rahmen von Tumorkonferenzen zur Entscheidungsfindung beitragen oder bei den in Ostercappeln stattfindenden überregionalen ärztlichen Fortbildungstagen des Lungenzentrums demonstriert werden.

 

 

 

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