Therapiehunde im Haus St. Michael

HSM - Altenpflegeheim Haus St. Michael

Welpenschutz für Tessa in Ostercappeln

Aus dem Wittlager Kreisblatt -Ostercappeln. Für den Welpen Tessa ist es der erste Besuch im Altenpflegeheim Haus St. Michael in Ostercappeln. Ihr Herrchen, Sozialpädagoge Rolf Knapke, kommt alle zwei Wochen mit seinen Therapiehunden in das Heim der Nils-Stensen-Kliniken, um bei der Betreuung dementer Patienten zu helfen.

 

Vor lauter Aufregung hinterließ der schwarz-weiße Australian-Shepherd-Welpe erst einmal eine kleine Pfütze auf dem Fußboden. Am Dienstagnachmittag kam der Hundewelpe ins Altenheim, um die Bewohner ein erstes Mal zu beschnuppern.

Rolf Knapke musste Tessa immer wieder an der Leine zurückziehen, wenn sie ungestüm ihre Vorderbeine auf die Knie der Bewohner stemmte oder mit ihrer feuchten Schnauze an deren Händen schnüffelte. „Alles ist eine Spielwiese für Welpen“, sagte Knapke über seinen jüngsten Hund.

Mit ihrem halben Jahr ist sie zu jung für eine Ausbildung zum Therapiehund. Mit der wird Knapke erst in zwei Monaten beginnen. Wenn Tessa fertig ausgebildet ist, „soll sie Liskas Arbeit übernehmen“, erklärte er. Bislang haben Knapke bei seiner ehrenamtlichen Arbeit mit alten, vor allem demenzkranken Menschen seine Border Collies Liska und Berrie unterstützt. Der von ihm fertig ausgebildete Robby soll den elfjährigen Berrie ersetzen. „Der schafft das nicht mehr, der baut geistig ab“, sagte Knapke. „Tessa soll auch mal hinter Vieh arbeiten“, so Knapke. Neben der Therapiearbeit setzt er seine Hunde auch als Hütehunde ein.

Tessa wedelte mit ihrem Schwanz, ihr Hinterteil bewegte sich mit. „Wenn der Hintern wackelt, ist das Freude“, erklärte Knapke. Allerdings sei Tessa noch zu stürmisch. Nach der Ausbildung soll sie ganz ruhig den Kopf auf die Knie der Patienten legen, damit diese sie streicheln – und nicht so herumzappeln. Die an Demenz erkrankten Bewohner des Hauses reagierten auf Tessa, für einen Moment „wachten“ sie aus ihrer Krankheit auf. Heute allerdings seien nicht viele Patienten in der Gruppe, die Hunde mögen würden, vermutete Knapke. Bewohnerin Antonia Bretgeld, die aus einer anderen Abteilung zur Demenzgruppe stieß, knuddelte Tessa jedoch liebevoll. „Früher hatten wir auch viele Hunde“, sagte Bretgeld.

Karin Niehenke, Leiterin des Pflegedienstes, ist begeistert davon, wie die Bewohner auf Tiere reagieren. „Für die dementen Patienten ist das besonders schön“, sagte sie. „Wir hatten auch schon ein Pferd vor der Tür.“ Derzeit sucht sie nach einer Person, die Lust hat, mit ihren Kaninchen vorbeizukommen.

 

 

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