Startschuss für die Elektrophysiologie

MHO - Marienhospital Osnabrück

Drittes Herzkatheterlabor am Marienhospital Osnabrück in Betrieb genommen

Osnabrück. Die Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück (MHO) haben einen weiteren zukunftsweisenden Schritt gemacht: In der Klinik für Innere Medizin / Kardiologie (Chefarzt Prof. Dr. Thomas Wichter) wurde jetzt ein drittes Herzkatheterlabor in Betrieb genommen. Damit gibt es erstmals auch eine moderne Elektrophysiologie am MHO. Das Krankenhaus ist in Osnabrück das einzige mit diesem Angebot.

 

Die Leitung dieses neuen Bereichs innerhalb der Klinik für Kardiologie hat der von der Universitätsklinik Münster kommende Oberarzt Prof. Dr. Peter Milberg übernommen: „Wir freuen uns, im MHO jetzt nach modernsten Standards katheterbasierte Behandlungen von Herzrhythmusstörungen aus den Herzvorhöfen und den Herzkammern vornehmen zu können“, sagt er. Konkret heißt das: Es werden unter lokaler Betäubung Mess- und Stimulationskatheter über die Leistenvene im rechten Herzen positioniert. Dabei kann ein Elektrokardiogramm (EKG) direkt aus dem Herzen abgeleitet werden. „So können wir eine exakte Analyse der zugrundeliegenden Herzrhythmusstörung durchführen“, erläutert Prof. Dr. Milberg. Im überwiegenden Teil der Fälle könne noch während der gleichen Untersuchung eine heilende Therapie durch Verödung des  Arrhythmieherdes (Katheterablation) im Herzen erfolgen.

 

Das neue Herzkatheterlabor ist nach modernsten Standards speziell für die Anforderungen der elektrophysiologischen Diagnostik und Therapie ausgestattet worden: So gibt es unter anderem eine moderne Röntgenanlage und zwei dreidimensionale Computer-Systeme, um die Strahlenbelastung für Patient und Untersucher möglichst gering zu halten.

 

Prof. Dr. Milberg verfügt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Katheterablation und wird von einem ebenfalls sehr erfahrenen Team aus Ärzten und Pflegepersonal unterstützt.

 

„Ein besonderer Schwerpunkt ist für uns die Behandlung und Versorgung von Patienten mit Vorhofflimmern“, betont der Oberarzt. Aus diesem Grund sei das Marienhospital seit kurzem Mitglied im Kompetenznetz Vorhofflimmern, einem bundesweiten Zusammenschluss von Ärzten und Wissenschaftlern, mit dem Ziel die Behandlung und Versorgung der Patienten mit Vorhofflimmern zu verbessern.

 

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