Spende mit Herz

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Lebensrettender Defibrillator im MHO an OSC übergeben

Osnabrück. Spendenübergabe mit Herz in den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück (MHO):  Julia Riethmüller nahm für den Osnabrücker Sportclub (OSC) einen Defibrillator aus den Händen von Chefarzt Prof. Dr. Thomas Wichter und Ärztin Dr. Marcella Bürkner entgegen.

Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin / Kardiologie beleuchtete den Grund für die Spende: „Der Defibrillator wurde uns von einem Patienten mit akutem Herzinfarkt gespendet, der in unsere Chest Pain Unit (spezialisierte Notaufnahmestation am MHO für Herz-Kreislauf-Notfälle) eingeliefert wurde."

Der Anlass der Spende macht deutlich, wie wichtig schnelles Eingreifen bei akuten Herzbeschwerden ist. Sofort nach Eintreffen des Patienten diagnostizierte Dr. Bürkner den akuten Herzinfarkt und leitete unverzüglich die weitere Behandlung ein.

Trotz der schnellen Reaktion kam es kurz nach der Aufnahme zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern), die durch eine sofortige Elektroschocktherapie beseitigt werden konnten – mit Hilfe eines lebensrettenden Defibrillators  Unmittelbar daran schloss sich eine Herzkatheterbehandlung zur Therapie des Herzinfarktes an. So konnte dem Patienten rasch geholfen werden. Bereits nach fünf Tagen konnte er aus dem Krankenhaus beschwerdefrei entlassen werden. Aus Dankbarkeit spendete der Patient einen automatischen Defibrillator.

Automatische Defibrillatoren werden zunehmend an Bahnhöfen, Flughäfen, Einkaufszentren und Sportplätzen bereit gehalten. "Wir haben uns entschieden, den gespendeten Defibrillator dem OSC zur Verfügung zu stellen", so Prof. Dr. Wichter. Julia Riethmüller, stellvertretende Geschäftsführerin des OSC, bedankte sich für die Sachspende: „Unser Verein wird den Lebensretter unter anderem in den Koronarsportgruppen einsetzen. Übungsleiter von Herzsportgruppen sind verpflichtet einen Defibrillator bei sich zu haben, daher können wir ein solches Gerät sehr gut gebrauchen.“

Wird im Notfall ein bestehendes Herzkammerflimmern nicht unterbrochen, kann es innerhalb weniger Minuten zu bleibenden Hirnschäden wegen der Unterversorgung mit Sauerstoff kommen, gefolgt vom Herztod. Wenn gezielte Stromimpulse des Defibrillators den Herzschlag sobald wie möglich wieder in Takt bringen, kann ein Herz-Kreislauf-Stillstand vermieden werden. Mit jeder Minute Zeitgewinn steigt die Überlebenschance des Betroffenen um acht bis zehn Prozent.

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