Sozialministerin besucht Niels-Stensen-Kliniken Bramsche

NKB - Niels Stensen Kliniken Bramsche

Rundt überzeugt von Konzept

Bramsche. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) und die Landtagsabgeordnete Filiz Polat (Grüne) haben die Niels-Stensen-Kliniken Bramsche besucht. Dort informierten sie sich über das Konzept des Hauses, schauten sich die Stationen an und nahmen sich Zeit, um mit den Mitarbeitenden über deren Anliegen zu diskutieren.

Wer damit gerechnet hatte, dass die Ministerin nur kurz reinschauen und nach dem obligatorischen Pressefoto rasch wieder verschwinden würde, wurde überrascht. Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken, hatte die Gäste gerade aufs Herzlichste begrüßt und begonnen, das aktuelle medizinische Versorgungsangebot zu erläutern, als die Ministerin einhakte. Wie es denn um Fachkräfte bestellt sei, erkundigte sie sich, und Lullmann erörterte es ihr. Während Lullmann die Entwicklung des Bramscher Krankenhauses der letzten Jahrzehnte umriss und einen Ausblick auf die anstehenden Veränderungen gab, fragte Rundt immer wieder interessiert nach und band die anwesenden Bramscher an mehreren Stellen in das Gespräch ein.

Anschließend stellte Prof. Dr. Weig die Psychiatrie vor und hob insbesondere die gut funktionierende Zusammenarbeit der Fachkräfte aus verschiedenen Berufsgruppen vor. Die ausgezeichnete Kooperation strich auch Peter Mailänder als Chefarzt der Inneren Medizin heraus: „Unsere Mitarbeitenden kommen bei den Patienten sehr gut an. Die Menschen fühlen sich bei uns geborgen und schätzen den umfassenden Kontakt auch über das rein Medizinische hinaus.“ Das bestätigte Bramscher Bürgermeister Heiner Pahlmann, als er davon sprach, dass die Umstrukturierung des Krankenhauses die Sinne der Bramscher und der Menschen im Umland für den Bedarf, der dort gedeckt werde, geschärft habe.

In der Folgezeit gab Lullmann einen kurzen Ausblick auf den anstehenden Neu- und Umbau der Niels-Stensen-Kliniken Bramsche. Auch hier zeigte sich die Ministerin nicht nur interessiert, sondern engagiert und gab Einblicke in die politischen Diskussionen um die Krankenhausfinanzierung. „Wir arbeiten daran, Teile des Investitionsstaus abzubauen“, sagte Rundt. Dass sich Investitionen lohnen, bestätigte der Rundgang über die Stationen. Insbesondere die komplett renovierte und auf den psychiatrischen Bedarf ausgerichtete Station 1C für psychiatrische Patienten lobte die Ministerin, sah aber gleichzeitig, wie dringend andere Bereiche des Hauses erneuert werden müssen.

Bei der abschließenden Diskussion mit den Mitarbeitenden des Hauses wollten weder Ministerin Rundt noch Filiz Polat viel über Strukturelles sprechen. Als eine Pflegekraft ganz allgemein über die Herausforderungen der Umstrukturierung sprach, fragte Polat: „Wie war die Umstellung für Sie persönlich?“ „Der Bezug zu den Patienten ist nun enger“, lautete die Antwort, sodass Rundt nachfragte: „Ist das für Sie erfüllender?“ „Ja. Aber nicht einfacher“, sagte die Angesprochene, „körperlich ist es leichter, aber psychisch fordernder“. Damit waren plötzlich persönliche Bezüge möglich, sodass ein Pfleger am Ende der Diskussion gestand: „Wir haben nun erstmals seit 30 Jahren keine Angst mehr um die Zukunft des Hauses.“ Das nahm Geschäftsführer Lullmann auf und betonte, dass insbesondere das Wirken von Ministerin Rundt und der unermüdliche Einsatz von Filiz Polat „entscheidende Fundamente“ gewesen seien, die zu dieser erfolgreichen Entwicklung geführt hätten.

 

 

 

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