Selbstheilungskräfte der Seele stärken

MKH - Magdalenen-Klinik

Magdalenentag der Niels-Stensen-Kliniken fand viel Anklang

 

 

 

 

Georgsmarienhütte. Bereits zum zweiten Mal haben die Niels-Stensen-Kliniken Magdalenen-Klinik den Magdalenentag veranstaltet. Generalvikar Theo Paul sagte in seiner Begrüßung, der Trend zum Outsourcen (Ausgliedern von Dienstleistungen) in der Wirtschaft dürfe nicht auf den eigenen Körper übertragen werden: Die Erfahrung der Magdalenen-Klinik lehre, „dass es nicht gut ist, Bereiche des Lebens aus dem eigenen Erleben auszugliedern. Das gilt vor allem für Gefühle und die Wahrnehmung des Körpers.“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag des Verhaltenstherapeuten Steffen Fliegel aus Münster. Er ermunterte dazu, in der Therapie die Selbstheilungskräfte der Seele zu stärken. Und er gab Beispiele, wie dieses machbar ist. Es sei wichtig, der Eigenständigkeit von Emotionen und Körper mehr Beachtung zu schenken. Alle Signale und Äußerungen müssten ernst genommen werden.

Außerdem stellte Fliegel das Vergebenkönnen als bedeutendes therapeutisches Ziel vor: Vergeben kann man auch einem verstorbenen oder einer entfernt lebenden Person, damit diese die eigene Person nicht mehr dominiert. Ebenso plädierte Fliegel für das Einbeziehen des Körpers in die Verhaltenstherapie. Der Körper dürfe nicht als etwas Tabuisiertes gesehen werden. 

Die Magdalenen-Klinik ist eine private Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie. 24 Betten stehen auf dem Harderberg südlich von Osnabrück für Menschen in Lebenskrisen und mit einer psychischen oder psychosomatischen Erkrankung zur Verfügung.

 

 

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