Schwerverletzten schneller helfen

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Auszeichnung für CKM - Netzwerktreffen in Melle

 

Melle. Wenn es um die Versorgung Schwerverletzter geht, zählt jede Minute. Deshalb gibt es das Traumanetzwerk Südwest-Niedersachsen, dem auch die Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle (CKM) angehören. Die Unfallchirurgie des CKM hat jetzt die besondere Anerkennung als regionales Traumazentrum erhalten. Anlässlich eines Netzwerktreffens in Melle wurde dies von den Teilnehmern gewürdigt. Die CKM-Unfallchirurgie ist das einzige regionale Traumazentrum des Netzwerkes im Bereich Osnabrück.

 

"Wir freuen uns sehr über das Prädikat, das gleichzeitig eine Anerkennung des umfassenden Engagements unserer Mitarbeiter ist", so Dr. Guido Hafer, Chefarzt der Unfallchirurgie am CKM. Das Krankenhaus erfülle als zertifiziertes regionales Traumzentrum die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), so Dr. Hafer. 

 

Dazu mussten die Mitarbeiter beweisen, dass sie in der Lage sind, Patienten nach einem schweren Trauma erfolgreich zu behandeln. So wurde zum Beispiel der Weg eines Patienten von der Aufnahme über den sogenannten Schockraum, das Röntgen mit Computertomographie bis in den OP-Saal und die Intensivstation simuliert. Es wurden dabei die technischen Voraussetzungen sowie die standardisierte Ablauforganisation kontrolliert: Im Schockraum wird der Patient innerhalb von wenigen Minuten von einem Team aus Ärzten, Pflegepersonal sowie Röntgen – und Laborassistentinnen empfangen und nach einem festgelegten Protokoll innerhalb kürzester Zeit untersucht. Gleichzeitig wird bereits die Behandlung von lebensbedrohlichen Verletzungen eingeleitet und das weitere Vorgehen (Sofort-Operation, weiterführende Untersuchungen oder Sofort-Verlegung) definiert. 

 

Es ist eine enge Kooperation mit den Rettungsdiensten und anderen Krankenhäusern erforderlich, um Patienten ohne zusätzlichen Zeitverzug in ein höher spezialisiertes Behandlungszentrum zu verlegen. Dies erforderte die Gründung von Netzwerkstrukturen: Rettungsdienst, Notarzt, Mitarbeiter aus Schockraum, primärer Diagnostik, OP und Intensivstation müssen optimal Hand in Hand zusammenarbeiten. 

 

Darüber hinaus wurden Fachleute, die nicht im Christlichen Klinikum vertreten sind, hausübergreifend einbezogen: Ein Beispiel dafür ist die Klinik für Neurochirurgie der Niels-Stensen-Klinik Marienhospital Osnabrück. Aber auch der Rettungsdienst und die Rettungsleitstelle des Landkreises Osnabrück sind von Anfang an beteiligt, um die bestmögliche Versorgung Schwerverletzter zu ermöglichen.

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