Schnelle Hilfe per Videokonferenz

NKB - Niels Stensen Kliniken Bramsche

Erfolgreiche Kooperation: Krankenhäuser in Melle, Harderberg, Ostercappeln und Bramsche über Tele-Neurologie mit Schlaganfallzentrale im Klinikum verbunden

Melle/Georgsmarienhütte/Ostercappeln/Bramsche/Osnabrück. Bei einem akuten Schlaganfall zählt jede Sekunde. Deshalb sind die Krankenhäuser in Melle, Harderberg, Ostercappeln und Bramsche der Niels-Stensen-Kliniken über die sogenannte Tele-Neurologie mit der Schlaganfallzentrale im Klinikum Osnabrück verbunden. Dort gibt es eine Klinik für Neurologie (Leitung Prof. Dr. Florian Stögbauer), am Marienhospital Osnabrück zudem eine kooperierende Klinik für Neurochirurgie (Leitung Prof. Dr. Christoph Greiner). Die beteiligten Mediziner zogen jetzt eine positive Bilanz der Zusammenarbeit: In den vergangen beiden Jahren konnte mehr als 250 Patienten auf diese Weise geholfen werden.

Konkret zeigt sich die Kooperation darin, dass es eine Videoleitung zwischen den Krankenhäusern im Landkreis und der Schlaganfallzentrale des Klinikums Osnabrück gibt. Dort stehen Spezialisten rund um die Uhr zur Verfügung. Gemeinsam mit ihnen kann die Situation des Patienten über Direktkontakt per hochauflösender Fernsehkamera exakt analysiert und gegebenenfalls ein gefäßverstopfendes Blutgerinnsel medikamentös aufgelöst werden.

Danach wird der Patient auf der entsprechenden Einheit der Intensivstation überwacht und in Kooperation mit den Osnabrücker Nervenärzten sowie dem vor Ort anwesenden Neurologen und zusammen mit den übrigen medizinischen Abteilungen wie Innere Medizin oder Anästhesiologie weiterbehandelt. In besonderen Fällen erfolgt die Verlegung ins Klinikum Osnabrück.

Um Folgeschäden möglichst zu verhindern, ist es dabei ganz wichtig, dass die Patienten beziehungsweise die Angehörigen bei Lähmungserscheinungen, Sprach-, Gefühls- oder akuten Bewusstseinsstörungen bereits zuhause sofort reagieren und den Notarzt oder Hausarzt anrufen.

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