Schlafsack gegen plötzlichen Kindstod

MHO - Marienhospital Osnabrück

Initiative der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück, Franziskus-Hospital Harderberg, Christliches Klinikum Melle und Marienhospital Ankum-Bersenbrück

 

 

Osnabrück. Als Initiative gegen den plötzlichen Kindstod werden den Eltern in den Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle,  Franziskus-Hospital Harderberg, Marienhospital Ankum-Bersenbrück und Marienhospital Osnabrück zur Geburt jetzt qualitativ hochwertige Schlafsäcke für die Neugeborenen überreicht. "Mit dem Schlafsack möchten wir einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit des Kindes leisten. Wir tun dies, weil wir uns in unserem Leitbild verpflichtet haben, unseren Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten. Das bedeutet für uns auch, präventiv tätig zu sein”, so Schwester Maria Manuela, Pflegedirektorin des Franziskus-Hospitals Harderberg.

Es sei wissenschaftlich nachgewiesen, dass durch das Schlafen in Rückenlage in einem Schlafsack die Sicherheit von Säuglingen messbar erhöht werde und dadurch das Risiko für das Erleiden des sogenannten plötzlichen Kindstodes sinke, sagte Chefarzt Dr. Götz Menke (Marienhospital Osnabrück).

Der plötzliche Kindstod könne ein gesundes Kind im ersten Lebensjahr während des Schlafs treffen, so Schwester Gabriele Nieste (Franziskus-Hospital Harderberg).  Er werde von vielen Faktoren beeinflusst, doch die eigentlichen Ursachen seien nach wie vor nicht bekannt.

Was Eltern tun können, um das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu senken, wird ihnen anhand einer Broschüre erläutert, die sie auf den Wöchnerinnenstationen der Krankenhäuser erhalten. Zu den Maßnahmen gehören z.B. eine rauchfreie Umgebung, die Ernährung des Kindes mit Muttermilch, das eigene Bettchen im Schlafzimmer der Eltern und die Zimmertemperatur zum Schlafen.

Wichtig ist auch der richtige Schlafsack: Unter den Füßen braucht das Kind noch rund 10-15 Zentimeter Platz. Der Schlafsack sollte nicht so weit sein, dass sich das Kind darin drehen kann. Das Kind muss aus dem Schlafsack heraus- und nicht hineinwachsen. Hals- und Armausschnitte sollten verstellbar sein und sitzen richtig, wenn ein Finger zwischen Kind und Schlafsack Platz hat. Reißverschlüsse sind am besten seitlich angebracht. Klettverschlüsse müssen den Aktivitäten des Kindes standhalten und Knöpfe müssen regelmäßig auf ihren festen Sitz geprüft werden. Da das Kind einen Großteil der Nacht in Rückenlage verbringt, wäre es sehr unbequem, wenn der Schlafsack am Rückenteil eine Naht, Raffung oder einen Gummizug hätte.

In den Kreißsälen der vier Krankenhäuser werden jährlich mehr als 3.200 Kinder geboren.

 

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