Schaufensterkrankheit, Bauchschlagadererweiterung und Krampfadern

MHO - Marienhospital Osnabrück

Veranstaltung zum fünften deutschen Gefäßtag am 30. Oktober im Marienhospital Osnabrück

 

 

Osnabrück. Schaufensterkrankheit, Bauchschlagadererweiterung und Krampfadern: Am Samstag, 30. Oktober, informieren Experten der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück über Gefäßerkrankungen, deren  mögliche Ursachen und die entsprechende Therapie. Das Programm beinhaltet ärztliche Vorträge, medizinische Vorführungen und Untersuchungen.

Es beginnt um 10 Uhr im Raum Ansgar mit verschiedenen Ärztevorträgen. Hier werden die Zuhörer nicht nur über die möglichen Ursachen von Gefäßerkrankungen, sondern vor allen Dingen auch über die entsprechenden Untersuchungs- und Behandlungsmethoden informiert. In diesem Jahr stehen die Therapie der Schaufensterkrankheit, die Therapie bei Erweiterung der Bauchschlagader und die moderne Krampfadertherapie im Mittelpunkt.

Zwischen 12 und 14 Uhr informieren Mediziner in der Klinik für Gefäßchirurgie über häufige Krankheitsbilder. Im Anschluss finden medizinische Demonstrationen und Untersuchungen statt: Bei Patienten mit den typischen Beschwerden der sogenannten Schaufensterkrankheit (Schmerzen beim Laufen, auch schon nach kurzen Strecken) reicht eine Dopplerverschlussdruckmessung aus, um festzustellen, ob und in welchem Ausmaß eine arterielle Durchblutungsstörung vorliegt. Diese Untersuchung kommt mit einfachen Mitteln aus und ist für den Patienten vollkommen schmerzfrei. Da sie auch nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, kann sich jeder Interessierte an diesem Tag von dem Team um den Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Privatdozent Dr. Jörg Heckenkamp, untersuchen lassen.

Auch zur Volkskrankheit Krampfadern werden Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten erläutert. Obwohl Krampfadern (Varizen) oftmals nur kosmetisch stören, können sie schwerwiegende Komplikationen mit sich bringen. Dazu zählen zum Beispiel die Thrombose, das offene Bein sowie wiederkehrende  Entzündungen.

Neben diesen Untersuchungen werden auch Farbultraschalluntersuchungen an Halsschlagader, Hauptschlagader und Knieschlagader demonstriert. Eine solche Ultraschalluntersuchung kann oftmals eine Diagnose mit Kontrastmittel ergänzen oder sogar ersetzen. Auch Ultraschalluntersuchungen sind für den Patienten schmerzfrei und belasten den Körper nicht. Die Ergebnisse einer solchen Farbultraschalluntersuchung sind oftmals sehr aufschlussreich für den behandelnden Arzt. So lassen sich beispielsweise Verengungen der Halsschlagader, die unbehandelt zu einem Schlaganfall führen könnten, diagnostizieren. Hinweise auf eine Verengung der Halsschlagader können zum Beispiel kurzfristige Seh- oder Sprachstörungen sowie motorische Störungen (zum Beispiel Armschwäche) sein.

Ebenso kann eine Ausweitung der Bauchschlagader (Aneurysma) durch eine Farbultraschalluntersuchung festgestellt werden. Eine solche Veränderung in der Gefäßwand tritt gehäuft bei Rauchern, Zuckerkranken und Patienten mit erhöhtem Bluthochdruck auf, bleibt aber oftmals lange unerkannt, weil sie in der Regel keine Beschwerden verursacht. Ab einer bestimmten Größe aber ist ein solches Bauchaortenaneurysma nicht ungefährlich. Bei einer frühzeitigen Diagnose und entsprechender zeitgerecht eingeleiteter Therapie verbessert sich die Prognose betroffener Patienten deutlich. Auch hier werden die Besucher von den Experten über die modernen Untersuchungs- und Therapieverfahren (Endostent) informiert.

Zusätzlich werden OP-Instrumente, Gefäßprothesen und Stents zur Anschauung ausgestellt.

 

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