Reitunfall mit Blutung in den Bauch

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Ärzte und Pfleger stellten im Krankenhaus St. Raphael außergewöhnliche Notfallszenarien nach

Ostercappeln. Vier Ärzte der Klinik für Anästhesie am Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln der Niels-Stensen-Kliniken haben jetzt erstmals ein sogenanntes Simulatortraining für akute klinische Notfälle organisiert. Dr. Johannes Strodt, Dr. Natascha Toomes, Dr. Sören Anthonsen und Dr. Ralf Hömme spielten gemeinsam mit Ärzten und Pflegern des Krankenhauses verschiedene Notfallszenarien durch.

„Wir haben außergewöhnliche Situationen nachgestellt, die vor allem die jüngeren Ärzte und Pfleger bisher nicht erlebt haben, und sie so schrittweise angeleitet, organisiert und zielgerichtet zu handeln", erläutert Dr. Anthonsen. Geübt wurde zum Beispiel das Vorgehen bei plötzlichem Herzstillstand oder einer Lungenembolie, also der Verstopfung eines Lungengefäßes durch ein Blutgerinsel. Aber auch eine akute starke Blutung nach einem großen operativen Eingriff und die Versorgung eines Schwerstverletzen standen auf der Szenarienliste.

Geübt wurde mit einer lebensgroßen Puppe, die Herzrhythmen simulieren kann und bei der verschiedene medizinische Maßnahmen durchgeführt werden können: Zum Beispiel die Defibrillation oder das Einführen eines Beatmungsschlauches.
"Besonders spannend war der durchgespielte Fall eines Reitunfalls. Der Patient hat sich aufgrund einer Blutung in den Bauch schnell verändert und wir mussten die nötigen Maßnahmen ergreifen, um ihn zu stabilisieren und schnellstmöglich in den OP zu transportieren", erinnert sich Marlies Klus, die pflegerische Leiterin der Zentralen Patientenaufnahme: "Solche Situationen haben wir nur sehr selten. Umso wichtiger ist es da, dass wir durch Übungen mehr Routine erlangen können."

Hochzufrieden mit dem Ergebnis zeigten sich die organisierenden Ärzte der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Denn alle Mitarbeiter zeigten großes Engagement bei der Durchführung der Notfalltherapie. Vor allem das Personal, das nicht täglich im Bereich der Akutmedizin tätig ist, hat sehr von den Übungen profitiert. In den anschließenden Gesprächen konnten Unsicherheiten beseitigt und die Abläufe nochmal strukturiert aufgearbeitet werden.

Für die Zukunft ist eine regelmäßige Wiederholung des Trainings vorgesehen.

 

 

 

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