Reanimation erfolgreich

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Franziskus-Hospital trainiert von nun an jährlich alle Sechstklässler der Ursulaschule - Auffrischung in Klasse 8 – Einmalig in der Region

Osnabrück/Georgsmarienhütte. Prüfen – Rufen – Drücken – unter diesem Motto trainierten jetzt Sechstklässler des Gymnasiums Ursulaschule Osnabrück mit Dr. Sebastian Ellis, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken, die Grundregeln der Wiederbelebung. Die ZNA wird von nun an in einem Pilotprojekt unter Leitung von Dr. Ellis jedes Jahr alle Sechstklässler schulen. In der 8. Klasse frischen die Jugendlichen dann ihre Kenntnisse auf. Das ist einmalig im Raum Osnabrück.

Im Pilottraining erläuterte Dr. Ellis zunächst wesentliche Hintergründe: Es sei wichtig in den ersten zehn Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes aktiv zu werden, denn diese Zeit sei entscheidend für die Überlebenschancen oder die Schwere von Folgeschäden. Denn die Gehirnzellen fingen an, nach drei bis fünf Minuten abzusterben, die Herzzellen nach 20 Minuten. Bei sofortiger Hilfe bestünden gute Aussichten für den Patienten.

Dr. Ellis appellierte an die Jugendlichen, zunächst die 112 anzurufen und sich dann um die Versorgung des Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand zu kümmern: „Drückt dazu fest und schnell auf den Brustkorb, ihr könnt nichts falsch machen.“

Dann übten alle Schüler das Erlernte an den Puppen. „Das war echt anstrengend“, sagte Mariel (11 Jahre). Sie hatte ebenso wie die meisten ihrer Klassenkameraden noch nie zuvor eine Wiederbelebung praktiziert. Alle waren daher am Ende dankbar, diese einmal mit Dr. Ellis in einer Trainingssituation durchspielen zu können, ohne gleich im richtigen Leben damit konfrontiert zu werden.

Einig waren sich alle, dass es sehr sinnvoll ist, diesen Kurs zu absolvieren.

Dr. Ellis bestätigt das: „Ihr könnt jetzt etwas, das viele Erwachsene nicht können. Wenn jemand Hilfe braucht, könnt Ihr mutig hingehen und helfen.“

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Jugendliche sowohl die körperlichen Voraussetzungen für eine ausreichend kräftige Herz-Druck-Massage, als auch die notwendige Begeisterung dafür haben.

Das Projekt leitet Dr. Ellis gemeinsam mit Biologielehrerin Nana Holitzner. Schulleiter Rolf Unnerstall nahm ebenfalls an der Pilotschulung teil. Er zeigte sich begeistert und sehr dankbar für die Kooperation – und versuchte sich sogar selbst an der Übungspuppe. 

 

 

 

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