Psyche, Kunst, Balance

NKB - Niels Stensen Kliniken Bramsche

Ausstellung mit Bildern von Patienten in den Niels-Stensen-Kliniken

Bramsche bis 4. Juni Bramsche. Unter dem Titel „Psyche-Kunst-Balance“ werden bis zum 4. Juni in den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche Bilder von Patienten ausgestellt.   Zu sehen sind ausgewählte Exponate, die während des Klinikaufenthaltes in der Kunsttherapie entstanden sind. „Damit möchten die Patienten Gespräche in der Öffentlichkeit anregen und der Klinik etwas zurückzugeben“, berichtet Karin Grabenhorst, Kunst- und Kreativitätstherapeutin, Pädagogin und Trauerbegleiterin.   Patienten kommen mit unterschiedlichen Störungen oder Erkrankungen in die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin der Niels-Stensen-Kliniken Bramsche. Häufig ist die Verbindung zu dem verloren, was ihnen Lebenssinn, Lebensfreude und Kraft gibt. Ein Ziel der Kunsttherapie sei es, dass die Patienten im geschützten Raum sich selbst und ihren Kraftquellen (wieder) begegnen, ihre Schatzkiste des Lebens öffnen und darüber miteinander ins Gespräch kommen können“, erläutert die Therapeutin und ergänzt: Der gemeinsam gefundene Name „Kreatives Kunstlabor“ für den Kunsttherapie-Raum sei Programm. Hier dürfe völlig talentfrei Nicht-Kunst gestaltet werden. Es bestehe die Möglichkeit, verschiedene Gestaltungstechniken auszuprobieren, mit Farben und Materialien zu experimentieren, und sich gleichzeitig auch mit Lebensfragen auseinander­zusetzen und diese zu bearbeiten. Oft entwickelten Patienten neue Ideen, sagt Grabenhorst: „Ihre Gedanken und Gefühle erscheinen durch das Gestaltete in einem anderen Zusammenhang, sie bekommen einen anderen Zugang zu sich selbst. Dies wiederum kann zutiefst berührend sein und besondere Einsichten bringen. Gleichwohl entstehen im eigenen schöpferischen Prozess oder gemeinsam mit den anderen Patienten Projekte, die ihren eigenen künstlerischen Ausdruck finden.“   In den rund 25 Bildern und Collagen der Ausstellung befassen sich die Patienten mit den unterschiedlichen Aspekten der Psyche und den Herausforderungen des Ausbalancierens. Zunächst wurden „Elfchen“ (Elf-Worte-Gedichte) geschrieben, auf Leinwände gebracht und mit unterschiedlichen Materialien „interpretiert“; dazu gehört auch das Bild einer Patientin in türkischer Sprache. Weitere Bilder in der Ausstellung sind wahre „Farbexplosionen“, entstanden beim „Malen nach Musik“ mit Acrylfarbe. Abgerundet wird die Ausstellung durch Einzelarbeiten einiger Patienten in Acryl-, Aquarell- und Pastellkreide-Technik.  

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