Protestaktion gegen Personalmangel in Krankenhäusern

MHA - Marienhospital Ankum Bersenbrück

Niels-Stensen-Kliniken unterstützen Verdi-Kampagne

Osnabrück/Ankum/Bramsche/Georgsmarienhütte/Melle/Ostercappeln. Die Niels-Stensen-Kliniken haben sich am Mittwoch an der Kampagne der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen den Personalmangel in Krankenhäusern beteiligt.

In den Häusern des Klinikverbundes in Osnabrück, Bramsche, Melle, Ankum, Ostercappeln und Georgsmarienhütte haben Mitarbeitende mittags Nummernkarten in die Höhe gehalten, um darauf aufmerksam zu machen, wie viele „Kollegen“ fehlen.

Die Aktion stand unter dem Motto „162.000 für 162.000“. Denn an so vielen Vollzeitstellen mangelt es nach Verdi-Angaben in den deutschen Krankenhäusern, darunter 70 000 in der Pflege und 92 000 in anderen Dienstbereichen.

Geschäftsführung und Krankenhausleitung der Niels-Stensen-Kliniken unterstützten die Aktion. Denn sie wandte sich auch gegen die Finanzierungslücke, die durch höhere Kosten und unzureichende Investitionszuweisungen durch die Länder entsteht.

Dr. Edmund Hähner, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung des Marienhospitals Osnabrück, sagte: Die Krankenhäuser seien systematisch unterfinanziert, die der Minderfinanzierung geschuldete Personalverknappung und Mehrarbeit sei dauerhaft nicht zu dulden. Eine wirksame Entlastung für die Mitarbeitenden sei zum Wohl der Patienten dringend erforderlich. Rudolf Benter vom Christlichen Klinikum Melle betonte: „Wenn wir nicht mehr Personal in den Krankenhäusern bekommen, werden wir die bestehenden Probleme nicht lösen können. Letztlich können wir sagen: Mehr Personal macht mehr Patientensicherheit.“

 

 

Zurück zum Seitenanfang