Positives Signal für die Niels-Stensen-Kliniken Bramsche

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Planungsausschuss von Zukunftsfähigkeit des Standortes überzeugt - Neues Konzept sieht auch Behandlung psychischer Störungen vor

Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung am 16. Juli 2014 das lang ersehnte Signal für die Zukunftsfähigkeit der Niels-Stensen-Kliniken Bramsche gegeben.

Politik, Krankenkassen und Krankenhausträger waren sich in der Einschätzung einig, dass das Krankenhaus in seiner bisherigen Struktur und Ausrichtung nicht mehr bedarfsgerecht ist. Die Krankenhausleitung erhält daher den Auftrag, neue Leistungsangebote für die Bürger der Region aufzubauen. Frühzeitig hatten die Niels-Stensen-Kliniken die Weichen in Richtung einer Spezialisierung auf Altersmedizin und -psychiatrie gestellt. Ein Modell, das der Planungsausschuss nun erweitert hat. Demnach wird Bramsche auch künftig eine kompetente internistische Grundversorgung vorhalten. Darüber hinaus werden dort vor allem Menschen mit psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbildern behandelt; das medizinische Angebot wird die Behandlung des gesamten Spektrums psychischer und psychosomatischer Störungen des Erwachsenenalters abdecken.

Veränderungen werden im Krankenhaus schon bald sichtbar sein. "Mit Frau Dr. Vera Cespedes ist es uns gelungen, eine ausgewiesene Expertin für die Behandlung älterer psychiatrisch erkrankter Patienten zu gewinnen. Gemeinsam mit ihr werden weitere Experten auf hohem medizinischen Niveau und mit der für diese Patienten besonders wichtigen Zuwendung in unserem Krankenhaus tätig sein", sagte Personalchef und Geschäftsführer Bernd Runde. Während die internistische Grundversorgung in Bramsche gesichert ist, wird das stationäre chirurgische Angebot ins benachbarte Krankenhaus Ankum verlagert. Dieser Schritt sei unumgänglich, um die Leistungsprofile der beiden Häuser in Ankum und Bramsche sinnvoll aufeinander abzustimmen, sagte Runde

Im Hinblick auf chirurgische Eingriffe bedeutet das: Fachärzte führen vor Ort die Vor- und Nachuntersuchungen durch, während Chefarzt Dr. Torsten Saemann und sein Team die Patienten künftig im modernen OP-Trakt in Ankum operieren. Weil sich das stationäre chirurgische Angebot verlagert, werden auch einige Mitarbeiter aus Bramsche in anderen Einrichtungen des Verbundes der Niels-Stensen-Kliniken tätig werden. Laut Personalchef Runde wird auf betriebsbedingte Kündigung weitgehend verzichtet.

In Folge dieser Neustrukturierung sind umfassende Baumaßnahmen notwendig; ein entsprechender Förderantrag (Umfang: 10-15 Mio. Euro) wurde bereits 2011 gestellt. Bis Ende September wird im Dialog mit den Planungsverantwortlichen des Ministeriums das Fördervolumen detailliert festgesetzt. Anschließend kann dann endlich mit den Planungen eines neuen Bettentraktes und weiterer Maßnahmen begonnen werden.

Zuversichtlich blickte Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken, voraus: "Der Planungsausschuss hat die Basis zur zukünftigen Ausrichtung unseres Krankenhauses gelegt. Psychische Erkrankungen haben in den letzten Jahren zugenommen, und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Die Erweiterung psychiatrischer Angebote in unserer Region ist daher bedarfsgerecht und für die Patienten ein erheblicher Gewinn. Für das dadurch gezeigte Vertrauen des Ministeriums bedanken wir uns sehr. Vor allem aber bin ich unseren Mitarbeitenden für Ihre Ausdauer nach Jahren des Bangens und Hoffens dankbar. Dieser Zusammenhalt wird auch zukünftig das Fundament für den Erfolg des Hauses sein." Lullmann betonte, dass ohne das Engagement des Fördervereins, den Einsatz der Kommunalpolitiker und des Landkreises das nun vorliegende Ergebnis kaum möglich geworden wäre. "In den nächsten Jahren liegt noch ein gewaltiger Berg Arbeit vor uns, vor dem wir uns aber nicht fürchten. Solange uns die Bramscher Bürgerinnen und Bürger so eindrucksvoll die Treue halten, wird vieles möglich sein".

Erläuterung Planungsausschuss: Krankenhausplanungsbehörde ist das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Es stellt unter Beteiligung des Krankenhausplanungsausschusses den Krankenhausplan auf oder schreibt ihn fort. Dem Planungsausschuss gehören Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände, der Verbände der gesetzlichen Krankenkassen, dem Landesausschuss des Verbandes der privaten Krankenversicherung und der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft an. Die Aufstellung des Krankenhausplans wird nach vorheriger Stellungnahme durch den Niedersächsischen Landtag von der Landesregierung beschlossen.

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