Patientensicherheit im Fokus

MHO - Marienhospital Osnabrück

Marienhospital Osnabrück steigert Sicherheit im OP-Saal

 

 

Osnabrück. Die Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück gehen in puncto Patientensicherheit neue Wege: Dazu haben sie ein System eingeführt, das Fehler und Komplikationen im OP verringern soll.

Das Marienhospital Osnabrück hat die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Aktionsbündnisses für Patientensicherheit im Operationssaal umgesetzt.

Vor Beginn einer OP werden zukünftig mögliche Fehler- oder Komplikationsquellen anhand einer Checkliste überprüft, alle Informationen werden schriftlich dokumentiert und sind jederzeit nachprüfbar. Zusätzlich wird garantiert, dass alle Beteiligten auch bei sehr umfangreichen Operationen auf dem gleichen Informationsstand sind. Durch das neue System werden die Absprachen zwischen Ärzten und Pflegekräften optimiert.

„Dieses neue und standardisierte Vorgehen ist ein weiterer Schritt, um die Qualität unserer Arbeit zu verbessern“, so Privat-Dozent Dr. Martin Beiderlinden, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie.

Am Marienhospital wird dem Qualitätsmanagement schon seit jeher eine große Bedeutung beigemessen. Als erstes deutsches Krankenhaus wurde es mit dem Siegel des KTQ, einer Prüfgesellschaft zur Sicherung der Qualität im Krankenhaus, ausgezeichnet und gewann sogar den Preis für das beste rezertifizierte Krankenhaus.

Dr. Beiderlinden sieht dies als Verpflichtung: „Nun gehen wir einen Schritt weiter und beschäftigen uns mit den Abläufen im Operationssaal, um das höchstmögliche Sicherheitsniveau für unsere Patienten zu erzielen.“

Er betont: „Auch wenn wir leider Fehler niemals völlig ausschließen können, da auch der sorgfältigste Arzt nur ein Mensch ist, so können wir doch Fehlerquellen immer weiter eindämmen“.  Durch die  standardisierte Vorgehensweise der WHO im Rahmen des Projektes „Sicheres Operieren“ könne das Auftreten unerwünschter Ereignisse deutlich verringert werden.

Diese als „Team Time Out“ bezeichnete Vorgehensweise wird jetzt im Osnabrücker Marienhospital etabliert. Sie dient der strukturierten Abfrage aller patienten- und operationsbedingten Informationen.

„Das Team Time out ist mehr als nur eine Checkliste. Es ist ein kurzes Innehalten und Besinnen auf die wesentlichen sicherheitsrelevanten Aspekte, um alle an der Operation beteiligten Personen auf den gleichen Informationsstand zu bringen“, beschreibt der Chefarzt den Vorgang. Dr. Beiderlinden: „Das Team Time out ist nur der Anfang eines Prozesses, bei dem der Sicherheit des Patienten noch mehr Bedeutung beigemessen wird.“ Weitere Schritte werden folgen.

 

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