Osnabrücks größter medizinischer Kongress erfolgreich

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Zukunftsweisende Konzepte bei bundesweiter Tagung für Thoraxchirurgen unter Leitung von Dr. Ludger Hillejan diskutiert – Patientensicherheit wichtiges Thema

Osnabrück/Ostercappeln. Zukunftsweisende Konzepte in der Thoraxchirurgie sind beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) in der Osnabrückhalle diskutiert worden. Der mit mehr als 800 Teilnehmern bisher größte Medizinerkongress in Osnabrück wurde von Dr. Ludger Hillejan, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln der Niels-Stensen-Kliniken, geleitet.

Neben vielen anderen aktuellen Themen spielte auch die Patientensicherheit eine große Rolle: Dr. Christian Kugler, Präsident der DGT, sagte in diesem Zusammenhang, dass es unter anderem um eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Behandlung der Bevölkerung gegangen sei, die zum nationalen Ziel erklärt worden sei. Die DGT sei die erste medizinische Fachgesellschaft gewesen, die sich mit dem Thema Patientensicherheit intensiv befasst hat. Oft werde durch ein kleines Versagen eine Schadenskette ausgelöst, dies gelte es zu verhindern.

Dr. Peter Gausmann von der Gesellschaft für Risikoberatung plädierte für mehr vertrauensbildende Maßnahmen gegenüber den Patienten. Es werde in puncto Patientensicherheit schon viel getan in den deutschen Krankenhäusern. Dafür nannte er einige Beispiele, wie etwa eine bessere Kennzeichnung zur Verhinderung von Verwechslungen oder einen umfassenden Gebrauch von Checklisten zum Beispiel im OP-Betrieb.

Vielen Patienten aber seien diese Maßnahmen noch nicht bekannt. Hier müsse mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, Betroffene sollten stärker in die Sicherheitsvorkehrungen eingebunden werden, etwa wie bei Rettungsübungen auf einem Kreuzfahrtschiff, so Gausmann. Dazu gebe es wie im Flugzeug Sicherheitsfilme in Krankenhäusern.

Dr. Gunda Leschber, Vizepräsidentin der DGT, betonte, dass die Umsetzung der umfassenden Patientensicherheitsmaßnahmen durch die Aufnahme in ein Pflichtenheft gewährleistet werde, das zukünftig von allen zertifizierten Thoraxkliniken erfüllt werden müsse.

An den drei Veranstaltungstagen gab es 41 Symposien, Foren und Workshops mit mehr als 120 Referenten aus dem ganzen Bundesgebiet sowie vielen europäischen Ländern. Der Kongress fand erstmals in Osnabrück statt. Er war damit auch der erste in Niedersachsen. Neben der Ärzteveranstaltung gab es auch eine Pflegefachtagung und in Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft einen Fortbildungstag für Mitarbeiter der zertifizierten Lungenkrebszentren.

Die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie fördert als wissenschaftliche Fachgesellschaft die Weiterentwicklung des Fachgebietes einschließlich der fachbezogenen Intensivmedizin. Ziele sind eine enge Zusammenarbeit ihrer Mitglieder sowie der Erfahrungs- und Meinungsaustausch mit in- und ausländischen Wissenschaftlern und Fachgesellschaften. Die Gesellschaft nimmt Belange der Lehre (Ausbildung, Weiterbildung, Fortbildung), der Forschung und der Krankenversorgung wahr. 

 

 

 

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