Osnabrück hat die erste künstliche Lunge

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Versorgungslücke in der Region wird geschlossen

Osnabrück. Osnabrück hat seine erste künstliche Lunge: Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück schließt damit eine Lücke in der Region. Denn jetzt ist es möglich, Patienten mit schwerem akutem Lungenversagen zu helfen.

 

Das Team um Chefarzt Privatdozent Dr. Martin Beiderlinden kann bei Patienten, die aufgrund der Schwere ihrer Lungenerkrankung nicht mehr hinreichend beatmet werden können, nun den Gasaustausch über einen künstlichen Blutkreislauf außerhalb des Körpers sicherstellen.

 

Das Verfahren nennt sich ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) und wird in Zusammenarbeit mit der Herz-Thoraxchirurgie der Schüchtermann-Klinik am Marienhospital betrieben. „Damit setzen wir einen Behandlungsstandard für die Region, den nur wenige Universitätskliniken anbieten können“, so Privatdozent Dr. Beiderlinden, der sich lange auch wissenschaftlich mit diesem System beschäftigt hat.

 

Durch den extrakorporalen Lungenersatz kann ein drohendes Ersticken des Patienten abgewendet werden. Zum anderen kann er dazu beitragen, der Lunge Zeit zum Heilen zu geben, wenn aufgrund eines schweren Unfalls oder einer schweren Entzündung die Sauerstoffversorgung des Körpers bedroht ist.

 

Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin ist Mitglied des deutschen ARDS-Netzwerkes, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Versorgung von Patienten mit schwerem Lungenversagen zu verbessern.

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