Operationstisch ohne erkennbare Spuren verlassen

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Neues gynäkologisches OP-Verfahren im Marienhospital

Osnabrück. In den Niels-Stensen-Kliniken Marienenhospital Osnabrück können jetzt komplette Gebärmutterentfernungen durch den Bauchnabel ohne sichtbare Narben vorgenommen werden. „Selbst wenn die Gebärmutter um ein Mehrfaches ihrer eigentlichen Größe angewachsen ist, lässt sie sich durch die neue Methode behandeln“, erläutert Dr. Götz Menke, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Pränataldiagnostik, der mit diesem aus den USA stammenden Verfahren erfolgreich operiert.

Die „Single-Port-Technik“ ist eine innovative Variante der Schlüsselloch-Chirurgie. Es reicht dabei nur noch ein Schnitt unmittelbar im Nabelgrund aus, um die fünf Millimeter durchmessenden Kamera und noch zwei weitere, abwinkelbare Operationsinstrumente in die Bauchhöhle einzuführen. Mit ihnen wird die Gebärmutter von der Scheide und ihren Haltestrukturen abgetrennt und kann dann durch die Scheide entfernt werden. "Auch Zysten, Eierstöcke und Verwachsungen können so operiert werden“, sagt der Chefarzt: „Besonders bei jüngeren Frauen ist das Interesse groß, den Operationstisch ohne erkennbare Spuren zu verlassen.“

Die Vorteile liegen auf der Hand: „Neben den besseren kosmetischen Resultaten besteht auch ein geringeres Infektionsrisiko", betont Dr. Menke: Außerdem habe der Patient weniger Schmerzen und erhole sich schneller.

Im Marienhospital werden jährlich über 250 Gebärmutterentfernungen durchgeführt.

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