OP-Neubau voll im Zeitplan

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Richtfest am Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln

Ostercappeln. Richtfest an den Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln: Geschäftsführer Michael Kamp dankte allen am Neubau der OP-Abteilung Beteiligten und würdigte deren Leistungen: Trotz des strengen Winters und der zuletzt tropischen Temperaturen sei der Bau voll im Zeitplan.

Kamp erinnerte an die Anfänge und die Entwicklung der Baumaßnahmen, zu denen der Neubau der OP-Abteilung, die Neuorganisation der Tagesklinik und Endoskopie sowie die Erweiterung der Pflegekapazitäten um 15 zusätzliche Betten gehören. Die Investitionen hierfür betragen rund 16 Millionen Euro.

An der Finanzierung beteiligt sich das Land Niedersachsen unter anderem mit Mitteln des Konjunkturpaketes II. Der Rest wird aus Eigenmitteln des Trägers finanziert. „Die finanzielle Unterstützung des Landes Niedersachsen ist ein klares Bekenntnis zum Krankenhaus-Standort Ostercappeln“, sagte Kamp.

Die Baumaßnahme sei notwendig geworden, da die Fallzahlen gestiegen seien und es an Kapazitäten mangele. Außerdem erfordere der technische Fortschritt bauliche Anpassungen, so der Geschäftsführer.

Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Niels-Stensen-Kliniken GmbH, Schwester M. Hildegard, betonte, dass der OP-Neubau „der erste, wenn auch wichtigste Schritt in dem baulichen Gesamtkonzept ist“. Der Bau entspreche den aktuellen medizinischen und technischen Voraussetzungen.

Enno Gosling, Ministerialdirigent im Niedersächsischen Sozialministerium, sagte, dass der Neubau des OP aus Sicht der Landesförderung ein einmaliges Unterfangen sei. Denn erstmals werde eine solche Baumaßnahme sowohl aus Mitteln des Konjunkturpakets II, als auch aus der normalen Krankenhausinvestitionsförderung finanziert. „Neben einem zukünftig hochmodernen OP auf dem neuesten Stand der Technik hat das Krankenhaus nunmehr auch genügend Platz für die Funktionsdiagnostik.“

Die vier hochmodernen OP-Säle werden überwiegend „integriert“ ausgestattet. Das heißt, dass sämtliche Geräte im OP über eine einheitliche Steuerung bedient werden. Der operierende Arzt verfügt über ein grafisches Display, das ihm für jedes der angeschlossenen Geräte eine individuelle Menüsteuerung anbietet. Der Arzt kann nun mit Hilfe eines Mikrofons via Spracheingabe die angeschlossenen Geräte steuern und sich somit voll auf das Operationsfeld konzentrieren.  Von den neuen Räumlichkeiten werden verschiedene Abteilungen profitieren. Dazu gehören die Allgemein-, Visceral- und Unfallchirurgie, Thoraxchirurgie, Gynäkologie und der Bereich der ambulanten Operationen.

Geplant wurde die Baumaßnahme unter Federführung der Architektengemeinschaft T + P Braunschweig. Josef Pongratz von T + P freute sich über das bisher Erreichte und kündigte an, dass der Bau im Herbst 2011 in Betrieb genommen werden kann.

Im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln werden jährlich rund 7.000 stationäre sowie über 13.000 ambulante Patienten versorgt.

 

 

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