Neuer Operationstrakt eingeweiht

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Festakt und Tag der offenen Tür im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln

Ostercappeln. Der neue OP-Trakt in den Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln ist feierlich eingeweiht worden. Das Krankenhaus hat damit nun einen der modernsten Operationsbereiche Norddeutschlands. Er entspicht dem neuesten Stand der Technik. Am Sonntag machten sich beim Tag der offenen Tür zahlreiche Besucher ein Bild davon und waren begeistert.

Der Tag der offenen Tür beeindruckte mit einem vielfältigen Programm. Im Mittelpunkt stand natürlich der neue OP-Trakt. Mitarbeiter erläuterten im Rahmen von Rundgängen die hochmoderne Technik und die Abläufe rund um eine Operation. An Modellen konnten sich die Besucher einen Eindruck verschaffen, wie „Schlüsselloch“-OPs, also minimal-invasive Eingriffe, funktionieren.

Neben der OP-Besichtigung hatte das Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln einiges mehr zu bieten. Die Besucher nutzen die Gelegenheit, einmal durch ein überdimensionales Darmmodell zu gehen, um die Struktur und mögliche Erkrankungen dieses Organs kennenzulernen. Darüber hinaus gab es Infostände zu vielen Themen rund um das Krankenhaus. Aber auch die zahlreichen Aktionen zogen die Besucher an. Dazu gehörten zum Beispiel Hautmessungen der Hände, Endoskopiedemonstrationen, Lungenfunktionstests, Massagen, Bronchoskopievorführungen, eine Präsentation des Rettungswagens und vieles mehr. In vielfältigen Vorträgen wurde über medizinische Themen informiert. Auch die Kleinen kamen auf ihre Kosten, so gab es eine Hüpfburg, Kinderschminken oder auch Probegipsen.

Bereits zwei Tage vor dem Tag der offenen Tür hatte sich beim offiziellen Festakt auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan den neuen OP-Bereich angesehen und war beeindruckt: Der neue OP biete größtmögliche Flexibilität bei Einhaltung aller Sicherheitsaspekte. Das Krankenhaus St. Raphael sei damit für die Zukunft bestens aufgestellt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Niels-Stensen-Kliniken, Generalvikar Theo Paul, betonte, dass der OP-Trakt ganz neue Möglichkeiten biete und dankte allen am Bau beteiligten sowie allen, die im Krankenhaus St. Raphael ihren Dienst am Menschen verrichten.

Der OP soll Mitte Juni in Betrieb genommen werden. Die Baumaßnahme sei unter anderem auf Grund der gestiegenen Fallzahlen und der veränderten Ablauforganisation im OP notwendig geworden, erläuterte Geschäftsführer Michael Kamp. Außerdem habe der technische Fortschritt bauliche Anpassungen erforderlich gemacht.

Der neue OP-Trakt ist der erste Teil einer großen Baumaßnahme, die auch die Neuorganisation der Tagesklinik und Endoskopie sowie die Erweiterung der Pflegekapazitäten um 15 zusätzliche Betten umfasst. Die Investitionen hierfür betragen rund 16 Millionen Euro. An der Finanzierung des OP-Traktes beteiligte sich das Land Niedersachsen unter anderem mit Mitteln des Konjunkturpaketes II. Der Rest wurde aus Eigenmitteln des Trägers finanziert.

Die vier hochmodernen OP-Säle wurden überwiegend „integriert“ ausgestattet. Das heißt, dass sämtliche Geräte im OP über eine einheitliche Steuerung bedient werden. Der operierende Arzt verfügt über ein grafisches Display, das ihm für jedes der angeschlossenen Geräte eine individuelle Menüsteuerung anbietet. Der Arzt kann nun mit Hilfe eines Mikrofons via Spracheingabe die angeschlossenen Geräte steuern und sich somit voll auf das Operationsfeld konzentrieren.  Von den neuen Räumlichkeiten profitieren verschiedene Abteilungen. Dazu gehören die Allgemein-, Visceral- und Unfallchirurgie, Thoraxchirurgie, Gynäkologie und der Bereich der ambulanten Operationen.

Geplant wurde die Baumaßnahme unter Federführung der Architektengemeinschaft T + P Braunschweig.

Im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln, das 174 Betten vorhält, werden jährlich rund 7.000 stationäre sowie über 13.000 ambulante Patienten versorgt.

 

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