Neue Schmerzbehandlung erfolgreich

MHA - Marienhospital Ankum Bersenbrück

MHA kooperiert eng mit Fachärzten aus der Region

Ankum/Bersenbrück. Das Marienhospital Ankum-Bersenbrück (MHA) hat eine in dieser Form neue Schmerztherapie auf den Weg gebracht, bei der verschiedene Maßnahmen der Schmerzbehandlung kombiniert werden. Bei der sogenannten multimodalen Schmerztherapie arbeitet das MHA mit  niedergelassenen Fachärzten aus Ankum, Bersenbrück und Osnabrück zusammen.

Die multimodale Schmerztherapie wird seit September 2013 erfolgreich unter stationären Bedingungen im MHA angeboten. Sie hat zum Ziel, die Ursachen und die Auswirkungen des chronischen Schmerzes zu erfassen und für die Patienten ein individuelles gesamtheitliches Konzept zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation anzubieten.

Betreut werden die Patienten durch ein Expertenteam bestehend aus Fachärzten für Anästhesie und spezielle Schmerztherapie, Orthopäden, Chirurgen, klinischen Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten sowie Internisten.

Die multimodale Schmerztherapie wird für Patienten empfohlen, die bereits eine erfolglose oder nicht ausreichende ambulante Behandlung durchlaufen haben, bei denen eine Verschlechterung eines chronischen Schmerzleidens vorliegt, eine zunehmende Beeinträchtigung durch Schmerzmitteln besteht oder eine Schädigung durch die Einnahme von Schmerzmitteln vorliegt und die durch die chronischen Schmerzen Störungen im psychischen und/oder sozialen Bereich haben. Voraussetzung für die Behandlung ist jedoch eine Bereitschaft der Patienten zur körperlichen Aktivität, denn der Focus liegt neben der Optimierung der medikamentösen Therapie ebenso auf der Förderung der vorhandenen Fähigkeiten und der Stärkung des Selbstbewusstseins sowie des persönlichen Bewegungsumfanges.

Die Behandlung umfasst in der Regel zehn stationäre Behandlungstage in Patientengruppen von bis zu acht Personen. Neben einer Eingangsuntersuchung beinhaltet das ärztliche Behandlungskonzept unter Leitung der Schmerztherapeuten und in Abstimmung mit den einbezogenen Disziplinen eine aktivierende therapeutische Behandlung mit Krankengymnastik, Bewegungstherapie, Ergotherapie und Funktionstraining.

Das Behandlungskonzept wurde in den vergangenen Monaten erfolgreich von den beteiligten Fachärzten und Therapeuten eingeführt. Bereits mehr als 120 Patienten wurden seit September 2013 medizinisch und therapeutisch betreut. Dabei ist insbesondere hervorzuheben, dass es gelungen ist, die niedergelassenen Fachärzte in die stationäre Behandlung der Patienten zu integrieren. So werden die Patienten mit unterschiedlichen Schmerzen in kurzer Zeit von mehreren Fachärzten aus verschiedenen fachärztlichen Blickwinkeln untersucht, um einen optimalen Nutzen für den Einzelnen zu erzielen.

Die Koordination mit der stationären multimodalen Schmerztherapie übernehmen die beteiligten Fachärzte. Sie kann somit auch von Hausärzten in Anspruch genommen werden.

 

 

 

Zurück zum Seitenanfang