Neubau ist Schauplatz einer Brandschutzzübung

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Probealarm am Krankenhaus St. Raphael in Ostercappeln

 

Ostercappeln. Eigentlich wird die neue Intensivstation in den Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln erst Anfang Juni in Betrieb genommen. Am Dienstag abend jedoch war es bereits sehr lebendig im Neubau an der Bremer Straße: Die Feuerwehr nutzte ihn für eine groß angelegte Brandschutzübung, bei der es galt, die Intensivstation zu evakuieren. 102 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren mit 15 Fahrzeugen im Einsatz, darunter zwei Drehleitern. Ehrenamtliche der Bohmter Ortsgruppe des DRK mimten die Patienten, die über die Drehleitern aus dem Gebäude „gerettet“ werden mussten.

Der Neubau, in dem bereits seit Mai 2011 einer der modernsten OP-Bereiche Norddeutschlands im Betrieb ist, schafft für eine groß angelegte Brandschutzübung besondere Voraussetzungen. Denn wenn ab Anfang Juni schwerkranke Patienten in den 16 Betten der Intensivstation behandelt und gepflegt werden, ist eine Übung dieser Größenordnung nicht mehr realisierbar.

Einsatzleiter Thomas Kanitz von der Freiwilligen Feuerwehr Ostercappeln und Krankenhausgeschäftsführer Michael Kamp waren nach einer ersten Analyse mit dem Einsatz sehr zufrieden. Für Kanitz war insbesondere der Einsatz der Drehleitern eine echte Herausforderung: „Mit einer der Leitern mussten wir tiefer gehen als das Straßenniveau. Das hat gut geklappt.“ Kanitz betonte zudem, dass die baulichen Brandschutzvorkehrungen einwandfrei funktioniert hätten. Natürlich habe die Übung auch Mängel aufgezeigt, die in der ausführlichen Nachbesprechung sorgfältig analysiert würden.

Michael Kamp zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden: „Übungen sind dazu da, um Fehlerquellen zu identifizieren. Und ich bin froh, dass der Einsatz der Drehleitern sehr gut geklappt hat.“ Kamp dankte den freiwilligen Kräften der Ortsfeuerwehren Ostercappeln, Venne, Schwagstorf, Hitzhausen, Schledehausen und Belm sowie den Männern auf dem Einsatzleitwagen: „Ich finde es nicht selbstverständlich, dass so viele Männer und Frauen ihre Freizeit intensiv einsetzen, um uns Sicherheit zu geben. Das ist vorbildlich.“

Die Intensivstation am Krankenhaus St. Raphael wird mit einer Investitionssumme von insgesamt rund vier Millionen Euro neu gebaut und am 27. Mai im Beisein der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt eingeweiht.

Im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln, das 174 Betten vorhält, werden jährlich rund 7 000 stationäre sowie über 13 000 ambulante Patienten versorgt.

 

 

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