Menschen wie Du und ich

MHO - Marienhospital Osnabrück

Marienhospital ist erste Station einer Down-Syndrom-Ausstellung in Osnabrück

Osnabrück. Nach Stationen im Emsland und in der Grafschaft Bentheim kommt eine Wanderausstellung zum Down-Syndrom nun erstmals nach Osnabrück. Sie trägt den Titel "Kann die Welt auf uns verzichten?" und ist bis zum 30. September im Marienhospital Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken zu sehen sowie anschließend im Christlichen Kinderhospital Osnabrück.

„Die Ausstellung besteht aus 21 Stelen, auf denen sich unsere Kinder, Jugendlichen und einige Erwachsene in unterschiedlichen Lebenssituationen vorstellen“, erläutert Dita Büter von der Elterninitiative „ich-bin-ich-21“  für Kinder mit Down-Syndrom, die das Projekt initiiert hat: „Die professionell erstellten und unbearbeiteten Fotografien, die ehrenamtlich erstellt wurden, drücken wunderbar aus, was unsere Kinder bewegt.“

Die Elterninitiative wolle mit der Ausstellung zeigen, „wie unsere Kinder ihr Leben mit dem Down-Syndrom meistern. Direkt, unverstellt und ehrlich, so begegnen uns Menschen mit Down-Syndrom. Alles, was wir im Umgang mit unseren Mitmenschen gelernt haben, wird plötzlich unwichtig“, sagt Dita Büter: Was zähle, sei das Gegenüber, der Augenblick der Begegnung. „Jede unserer Regungen wie Unsicherheit, Neugier oder Freude spiegeln uns die Kinder in ihrem Verhalten sofort zurück. Das ist ungewohnt, erscheint vielleicht sogar bedrohlich, weil wir verlernt haben, unserer Gefühle unvermittelt zu zeigen.“

Die Elterninitiative wünscht sich von den Besuchern der Foto-Wanderausstellung, „dass sie erkennen, nicht die Behinderung in den Vordergrund zu stellen, sondern Menschen mit Down-Syndrom als das anzunehmen, was sie sind: Menschen wie Du und ich, mit einer kleinen Besonderheit - aber ... wer hat die nicht?“, so Frau Büter.

In Deutschland leben rund 50.000 Menschen mit Down-Syndrom - auch "Trisomie 21" genannt, bei denen das Chromosom 21 gleich dreifach vorliegt. Trotz positiver Tendenzen wie Integration und Inklusion werden diese Menschen in besonderer Weise wahrgenommen. Darüber hinaus stellen die ausgefeilten Methoden der Pränatal-Diagnostik ihr Lebensrecht in Frage.
Der Elterninitiative gehören 30 Familien aus der Grafschaft Bentheim an.

www.ich-BIN-ich-21.de

 

 

 

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