Mehr Sicherheit durch Sichtkontakt

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Innovatives Ultraschallgerät erhöht am Franziskus-Hospital Harderberg Sicherheit für Patienten bei der Betäubung

Georgsmarienhütte. Ein neues Ultraschallgerät sorgt in den Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital Harderberg für höchste Patientensicherheit. „Gerade bei der Betäubung von Nerven vor der Operation oder bei der Schmerztherapie ist äußerste Präzision gefragt“, erläutert Oberarzt Andreas Niehaus.

Die neue Technik mache das möglich. Das Gerät erlaube es, die entsprechenden Nerven sehr gezielt zu betäuben. Das Medikament dazu muss nach den Worten des Mediziners möglichst nahe an den Nerven gespritzt werden. Und die können mit dem neuen Ultraschallgerät schneller und noch deutlicher lokalisiert werden.

Die sogenannte ultraschallunterstützte Blockade von Nerven wird im Franziskus-Hospital mit der modernen Technik erfolgreich praktiziert. In manchen Fällen sind die zu betäubenden Nerven ausschließlich über das Ultraschallbild zu erkennen, in anderen Fällen wird in Kombination mit der traditionellen Methode gearbeitet, bei der die Muskelgruppen stimuliert werden, die von den jeweiligen Nerven versorgt werden.

"In den letzten Monaten setzen wir ergänzend die ultraschallunterstützte Blockade von Nerven routinemäßig mit großem Erfolg ein. Das Auffinden der Strukturen gelingt häufig schneller, die Sicht auf die Strukturen bringt ein zusätzliches Plus an Sicherheit", so Niehaus, der sich besonders intensiv mit der Ultraschalltechnik in der Anästhesie beschäftigt hat.

„Mit dem neuen Gerät kommen wir unserem Ziel, einer  sicheren und nebenwirkungsarmen Betäubung während eines Eingriffs und einer weitgehenden Schmerzfreiheit in den Tagen danach, noch ein Stück näher“, betont Chefarzt Dr. Marcel André.

Ultraschalluntersuchungen haben in zahlreichen Disziplinen der Medizin einen festen Platz im Rahmen der Diagnostik von Krankheiten eingenommen. Sie sind praktisch frei von Nebenwirkungen und ermöglichen in vielen Fällen detaillierte Darstellungen von Organen und Strukturen im Inneren des Körpers.

 

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