Medizinisches Know-how für Brasilien

MHO - Marienhospital Osnabrück

Chefarzt Prof. Dr. Jörg Heckenkamp operierte in der Stadt Cuiaba mit brasilianischen Gefäßchirurgen und vermittelte ihnen neue Verfahren

Osnabrück/ Sao Paulo. Die Brasilianer sind auch medizinisch am Ball: Südamerikanische Gefäßchirurgen haben den Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück (MHO), Prof. Dr. Jörg Heckenkamp, eingeladen, um mit ihm gemeinsam zu operieren.

„Dabei ging es um die Vermittlung neuer minimal-invasiver Operationsmethoden aus Europa“, erläutert Heckenkamp, der auch Ärztlicher Direktor des MHO ist. So demonstrierte er moderne Techniken zur Behandlung von Aussackungen der Hauptschlagader, die von innen mit einer flexiblen Gefäßstütze (Stentprothese) geschient wird.

Die Operation in Cuiaba wurde live per Satellit nach Sao Paulo zu einem internationalen Gefäßkongress übertragen, dem mit rund 2000 Teilnehmern drittgrößten weltweit. Heckenkamp moderierte die von ihm erfolgreich durchgeführte Operation, um den hauptsächlich südamerikanischen Medizinern diese moderne Behandlung von Gefäßerkrankungen zu erläutern.

„Für mich war die Einladung nach Brasilien als einer von wenigen europäischen Spezialisten eine besondere Ehre“, so Prof. Dr. Heckenkamp: „Ich habe nicht nur ein Stückchen medizinische Entwicklungshilfe leisten können, sondern auch sehr wertvolle persönliche Erfahrungen gemacht und viele Menschen kennengelernt.“  Von Fußballeuphorie sei dagegen eher wenig zu spüren gewesen: Es werde viel Geld in die Weltmeisterschaft investiert in einem Land, in dem auch große Armut herrsche. Diese sei ihm auf Schritt und Tritt begegnet, berichtete Heckenkamp nach seiner Rückkehr.

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