Lücke für das südwestliche Niedersachsen geschlossen

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Marienhospital Osnabrück ist überregionales Unfallzentrum

Osnabrück. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück jetzt offiziell bescheinigt, sich zum überregionalen Unfallzentrum entwickelt zu haben. „Die Anstrengungen der letzten Jahre haben sich gelohnt“, freut sich Prof. Dr. Uwe Joosten, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie.

 

„Für die damit verbundenen Aufgaben der Versorgung schwerstverletzter Patienten auf einem Niveau, das sonst nur große Universitätskliniken bieten können, ist die Klinik bestens vorbereitet“, betont der Chefarzt. In den letzten Jahren sei viel investiert worden. Dazu zählte er die Ausstattung von zentraler Notaufnahme, OP und Intensivstationen. Gleiches gelte für die Ausbildung und die Organisationsstruktur. Denn es gehe darum, schwerstverletzte Patienten in oft kritischen Situationen sehr schnell lebensrettend behandeln zu können. „Die ersten Minuten sind entscheidend für das weitere Schicksal der Patienten“, unterstreicht der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Dr. Martin Beiderlinden.

 

Die besondere Qualität des überregionalen Unfallzentrums wird auch von den Rettungsdiensten wahrgenommen. „Im nun zu Ende gehenden Jahr werden wir etwa 380 Schockraumaufnahmen und 190 Hubschrauberlandungen zählen“, erläutert  Schwester Andrea Goth von der zentralen Notaufnahme. Die Tendenz sei weiter steigend.

 

Hinzu kommt noch eine Vielzahl von Verlegungen schwer verletzter Patienten aus Krankenhäusern der näheren und weiteren Umgebung. Um die Zusammenarbeit der Kliniken zu verbessern, ist ein Netzwerk unter der Federführung von Prof. Dr. Joosten gegründet worden: Das Trauma-Netzwerk Weser-Ems umfasst die relevanten Unfallkliniken in den Landkreisen Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim. „Wir freuen uns und sind stolz, dass wir ein solches Zentrum hier in Osnabrück etablieren konnten“, so Privatdozent Dr. Christoph Greiner, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie. Die nächsten sogenannten Level-1-Unfallzentren seien nämlich weiter entfernt in Bremen, Hannover und Münster: „Diese Lücke ist für die Region südwestliches Niedersachsen nun geschlossen.“

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