Live-OP an der Schlagader

CKM - Christliches Klinikum Melle

Foyer verwandelt sich in Operationsaal mit zahlreichen Besuchern

Melle. Das Foyer des Christlichen Klinikums Melle (CKM) der Niels-Stensen-Kliniken verwandelt sich in einen Operationssaal. OP-Tisch, Instrumentarium, OP-Kleidung – alles wie im „echten“ OP. Nur die Schlagader, an der Chefarzt Prof. Dr. Jörg Heckenkamp und Tanja Arnhold (Fachärztin für Gefäßchirurgie) mit ihrem Team operieren, ist die eines Schweines.   Die Besucher im überfüllten Foyer schauen gebannt auf die Leinwand über dem OP-Tisch, verfolgen die einzelnen Stiche, mit denen die Operateure einen kleinen Gewebelappen in die Arterie einoperieren. „Solche Operationen werden im CKM durchgeführt“, so Heckenkamp, außer OPs an der Bauchschlagader. Dazu gebe es aber eine enge Zusammenarbeit mit dem Marienhospital Osnabrück.   „Wir versuchen krankhafte Aussackung einer Schlagader vor dem Platzen zu operieren“, so der Chefarzt: „Denn wenn es wirklich platzt, überleben das höchstens zehn Prozent der Patienten. Wenn wir operieren, sind es 98 Prozent.“ Wenn eine Aussackung fünf Zentimeter groß werde, sollte man operieren, erläutert er.   In einer zweiten OP wird demonstriert, wie ein Kunststoff-Bypass aus Teflon gelegt wird, blutdicht und lange haltbar im menschlichen Körper. „Der verwächst komplett“, sagt Heckenkamp.   Die Besucher sind begeistert, stellen viele Fragen. Zum Beispiel: „Wann sollte man sich checken lassen hinsichtlich einer Bauchschlagaderaussackung ?“. „Bei familiärer Vorbelastung ab dem 65. Lebensjahr“, erklärt der Chefarzt.   Tanja Arnhold geht in der Veranstaltung auch auf Erkrankungen der Venen wie Thrombosen und Krampfadern ein und geben Tipps zur Behandlung.   Mitarbeiter des Sanitätshauses Sieksmeier erläutern die Kompressionstherapie bei verschiedenen Gefäß- und Lympherkrankungen.  

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