Krebs früh erkennen statt verdrängen

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Ausstellung bis zum 13. März im Krankenhaus St. Raphael in Ostercappeln

 

Ostercappeln. Die Niedersächsische Krebsgesellschaft zeigt bis zum 13. März eine Ausstellung zum Thema Krebs in den Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln. Sie soll deutlich machen, dass Krebs kein unabänderliches Schicksal ist. 

„Viele Krebserkrankungen haben durchaus gute Heilungschancen, wenn sie früh genug erkannt werden“, sagte Chefarzt Dr. Ludger Hillejan bei der Eröffnung. Deshalb sei es wichtig, „regelmäßig an den jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen teilzunehmen, die zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen gehören“. Der Spezialist für die Behandlung von Lungenkrebs erläuterte, dass nach einer aktuellen amerikanischen Studie  bei Risikopatienten Frühstadien des Lungenkrebses durch Computertomographien der Lunge diagnostiziert und hierdurch die Sterblichkeit an der Erkrankung deutlich reduziert werden konnte. 

Frauen können sich ab dem Alter von 20 Jahren, Männer ab dem Alter von 45 Jahren untersuchen lassen. Doch in Niedersachsen nutzen nur etwa 50 Prozent der Frauen und nur etwa 20 Prozent der Männer dieses Angebot.

Anhand übersichtlicher Bildtafeln können sich die Ausstellungsbesucher über Prävention, Früherkennung und Warnzeichen von Krebserkrankungen informieren. Zusätzlich liegen kostenlose Broschüren aus. Dazu gehört auch der Vorsorgepass der Niedersächsischen Krebsgesellschaft, der einen Überblick über das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm gibt. Gleichzeitig dokumentiert der Pass die Teilnahme und erinnert an den nächsten Untersuchungstermin.

Mit der Ausstellung will die Niedersächsische Krebsgesellschaft auch Ängste und Vorbehalte abbauen. Denn das Krebsrisiko kann positiv beeinflusst werden. Neben der Teilnahme an den jährlichen Früherkennungsuntersuchungen ist eine gesunde Lebensweise mit regelmäßiger Bewegung, Nichtrauchen, wenig Alkohol und einer gesunden Ernährung wichtig. Im Rahmen der Kampagne „5 am Tag“ wird zum Beispiel empfohlen, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt zu essen.

Inge Macho (Krebsselbsthilfegruppe Ostercappeln)  wies darauf hin, dass die Selbsthilfegruppe mittlerweile seit rund 25 Jahren im Ostercappelner Krankenhaus aktiv ist und sich über neue Interessenten freuen würde. Die Treffen finden jeweils am 1. und 3. Dienstag im Monat (16 – 18 Uhr) im Konferenzraum Raphael des Krankenhauses statt.

 

 

 

 

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