Krankenhaus informiert über Neue Grippe

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Mundschutz und Händedesinfektion im Krankenhaus-Foyer

Mundschutz und Händedesinfektion im Krankenhaus-Foyer

CKM und Meller Hausärzte informieren über Verhalten bei Neuer Grippe

 

Melle. In Melle bestehen noch erhebliche Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff gegen die Neue Grippe, auch Schweinegrippe genannt. Darauf weisen das Christliche Klinikum Melle (CKM)  und die Meller Hausärzte hin.  Sie  empfehlen eine Impfung insbesondere für chronisch Kranke, Patienten über 60 Jahre und Personen, die viel Kontakt mit Kranken haben, wie zum Beispiel Krankenschwestern und Ärzte.

 

Fast alle Meller Hausärzte bieten die Impfung an. Eine Liste aller impfenden Ärzte gibt es auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung  Niedersachsen unter www.kvn.de.

 

"Bei Krankheitsverdacht mit den typischen Symptomen hohes Fieber, Hals- und Gliederschmerzen sollte zunächst telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt aufgenommen werden", sagt Chefarzt Dr. Dirk Grothe, Hygienebeauftrager Arzt des CKM und stellvertretender ärztlicher Direktor.  Dieser  habe in der Regel  spezielle Sprechstundenzeiten für  Patienten mit Verdacht auf Virusgrippe. Patienten mit den typischen Symptomen sollten nicht direkt die Praxis oder ein Krankenhaus aufsuchen. Außerhalb der Sprechstundenzeiten sei der ärztliche Notdienst unter 0800/0965400 erreichbar.

 

Im CKM-Foyer findet sich eine Informationstafel zum Thema Neue Grippe. Außerdem stehen dort ein Händedesinfektionsmittelspender sowie ein Mundschutz zur Verfügung. Grippe-Patienten können sich erst nach der Händedesinfektion mit angelegtem Mundschutz am Empfang melden. Außerdem wurde für sie ein spezielles Wartezimmer eingerichtet.

 

"Da die Influenza in der Regel einen leichten Verlauf nimmt, ist es nicht notwendig, die Notfallambulanz des Krankenhauses aufzusuchen", erläutert Dr. Klaus-Peter Spies, Chefarzt der Inneren Abteilung des CKM: "Ausnahmen für eine Notfalluntersuchung bilden schwangere Grippepatientinnen und Personen mit schweren, chronischen Erkrankungen, wie Lungen- oder Nierenerkrankungen."

 

Die Bestätigung der Infektion durch eine Abstrichuntersuchung wird zurzeit nur noch für Risikopatienten empfohlen wie schwangere Patientinnen, chronisch Kranke oder Personen, die mit Risikopatienten Kontakt haben. Dazu zählt auch das Personal im Gesundheitswesen, Erzieherinnen oder direkte Angehörige von chronisch Kranken.

 

"Bei nachgewiesener Erkrankung sollte der Kontakt zu weiteren Personen so gering wie möglich gehalten werden", betont der Vorsitzende des Meller Ärztevereins Dr. Stefan Diel: "Der Besuch von Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten, wie Krankenhäuser und Einkaufsstätten sollte vermieden werden."

 

Infizierten wird geraten, sich häufig die Hände zu waschen, die Handtücher zu wechseln und die Wohnung regelmäßig zu lüften. Es ist oft empfehlenswert, Kinder oder Geschwister von erkrankten Personen   nicht in die Schule oder den Kindergarten zu schicken. Auskunft gibt das Gesundheitsamt (Telefon 05422/45357).

 

In der Regel kommt es auch ohne spezielle Behandlung innerhalb von wenigen Tagen zur Ausheilung der Erkrankung. Bei schwerem Verlauf oder bei Hochrisikopatienten ist eine Therapie mit Tamiflu zu erwägen, welche innerhalb von 48 Stunden nach Symptombeginn eingeleitet werden soll.

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