Kooperation mit Ärzten aus Twer

MHO - Marienhospital Osnabrück

Besuch von Osnabrücker Medizinern in der Partnerstadt – Behandlung von Krebspatienten

Osnabrück/Twer. Osnabrücker Mediziner in Twer: Vier Chefärzte der Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück folgten einer Einladung der russischen Partnerstadt und nahmen an einem umfangreichen Besuchsprogramm teil. Die Begegnung stand im Zeichen des Austausches. In Gesprächen und Vorträgen ging es speziell um die Behandlung von Krebspatienten.

„Die Kollegen in Twer waren sehr glücklich, dass jetzt ein Austausch von Medizinern der Partnerstädte auf den Weg gebracht worden ist“, so der Ärztliche Direktor des Marienhospitals, Chefarzt Prof. Dr. Christoph Nies. Er war mit seinen Chefarzt-Kollegen Privatdozent Dr. Christoph Greiner, Privatdozent Dr. Konrad Sommer und Dr. Götz Menke vier Tage lang in der Partnerstadt zu Gast.

Sie besuchten mehrere Krankenhäuser und hielten Vorträge im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema „Neue Technologien der Behandlung von Krebspatienten“. Prof. Dr. Nies informierte die Kollegen aus Twer über neue Erkenntnisse bei der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebs. Privatdozent Dr. Sommer ging auf neue Technologien bei der Behandlung der Kopf- und Halstumore ein, während Privatdozent Dr. Greiner über die Operation von Hirntumoren sprach. Die Behandlung von Eierstockkrebs beleuchtete Dr. Menke.

Auf dem Besuchsprogramm standen auch Gespräche in den Krankenhäusern der 400 000-Einwohnerstadt an der Wolga. „Die Krankenhäuser bestehen dort anders als in Osnabrück aus vielen einzelnen Kliniken, die über das Stadtgebiet verteilt sind“, so Prof. Dr. Nies. Sein Assistenzarzt Dr. Amad Oyais, Facharzt für Chirurgie, hat in Twer studiert und führte die Osnabrücker durch die Partnerstadt. Außerdem half er als Dolmetscher. Diese Funktion hatte er bereits übernommen, als eine Ärzte-Delegation aus Twer vor einem halben Jahr in Osnabrück war und das Marienhospital, das Brustzentrum am Franziskus-Hospital Harderberg und die Paracelsus-Strahlenklinik besuchte.

Die Mediziner der beiden Partnerstädte beschlossen, die Kooperation künftig intensiv weiterzuführen. Vorgesehen seien unter anderem Hospitationen von Ärzten in den Krankenhäusern der Partnerstädte, erläuterte Dr. Greiner: „Wir möchten damit auch einem Wunsch der Twerer Mediziner entgegenkommen, die Städtepartnerschaft auf medizinisch-wissenschaftlicher Ebene zu intensivieren.“ Von dem Austausch profitieren nach seinen Worten beide Seiten: „Wir haben unter anderem angeboten, die Lehrkrankenhäuser in Twer zu unterstützen.“

Die Osnabrücker Chefärzte waren aber nicht nur vom professionellen fachlichen Programm beeindruckt, sondern zeigten sich auch von der „unbeschreiblichen Gastfreundschaft“ angetan. „Wir sind wie enge Freunde aufgenommen worden“, so Dr. Menke, der das Rahmenprogramm sehr lobte. Dazu gehörte auch ein begeisterndes Konzert in der Philharmonie und ein Abstecher nach Moskau.

„Wir haben ein tolles Miteinander erlebt, für das wir uns gerne revanchieren möchten“, betont Dr. Sommer: „Wir freuen uns auf die russischen Ärzte, die sich hier demnächst über die modernen Behandlungsverfahren informieren möchten."

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