Konzept der Niels-Stensen-Kliniken bei Regionalgesprächen grundsätzlich befürwortet

NKB - Niels Stensen Kliniken Bramsche

Letzte Abstimmungsrunde zum Krankenhaus-Standort Bramsche für Ende des Jahres angesetzt

Bramsche. Das medizinische Konzept für die Niels-Stensen-Kliniken Bramsche mit den Schwerpunkten Psychiatrie, Psychosomatik und Innere Medizin wurde den Teilnehmern des zweiten Regionalgesprächs für die Krankenhausversorgung im Osnabrücker Land vorgestellt. Vertreter des Ministeriums, allen voran Staatssekretär Jörg Röhmann, befürworteten die inhaltliche Neuausrichtung des Krankenhaus-Standortes und baten erwartungsgemäß um letzte Klärungen und Abstimmungen mit den Verantwortlichen der AMEOS-Kliniken sowie des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück.

„Wir sind froh, dass das zweite Regionalgespräch den grundsätzlichen Kurs bestätigt hat, selbst wenn wir uns bereits heute verbindliche Entscheidungen erhofft hätten; diese werden nun – wie von Herrn Röhmann zugesagt – im Planungsausschuss Ende des Jahres getroffen“, sagte Werner Lullmann, Geschäftsführer des Verbundes der Niels-Stensen-Kliniken.

Für die Bramscher Bevölkerung und die Mitarbeitenden bedeutet dies konkret: Die kompetente und umfassende internistische Grundversorgung bleibt am Standort erhalten. Darüber hinaus wird die Empfehlung des Planungsausschusses weiter umgesetzt, im Krankenhaus Bramsche künftig Menschen mit psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbildern zu behandeln. Ein besonderes Augenmerk wird zukünftig auf die Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen gelegt.

„In den vergangenen Wochen haben wir uns bereits intensiv mit Personal- und Raumfragen beschäftigt“, fügte Lullmann hinzu, „nun müssen wir diese Pläne schnell umsetzen, damit das neue psychiatrische Leistungsangebot mit einer hohen Qualität angenommen werden kann.“

Die stationären chirurgischen Leistungen werden ab dem 1. Oktober im benachbarten Krankenhaus Ankum erbracht; die Orthopädie wird zum gleichen Zeitpunkt nach Ankum verlagert. In Bramsche werden aber auch weiterhin Fachärzte ambulante chirurgische Operationen sowie Vor- und Nachuntersuchungen durchführen.

„Wir haben zahlreiche Gespräche mit den Mitarbeitenden in Bramsche geführt, deren Tätigkeitsbereich sich ändern wird. Wir sind froh, dass wir für die meisten gute Lösungen gefunden haben und niemanden betriebsbedingt kündigen mussten“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer und Personalchef des Klinikverbundes, Dr. Bernd Runde. Er sprach im Hinblick auf die neuen Leistungsangebote von einer besonderen Herausforderung für den gesamten Verbund, speziell aber für die Mitarbeitenden in Bramsche. Sie müssten innerhalb kürzester Zeit bisher unbekannte Leistungsangebote aufbauen – und das in Räumen, die ursprünglich einem anderen Zweck dienten und dringend erneuert werden müssten. Bis es soweit ist, arbeiten die Niels-Stensen-Kliniken und das Ministerium gemeinsam an einer tragfähigen Übergangslösung.

Lullmann und Runde ließen allerdings keinen Zweifel daran, dass die Patienten mit psychiatrischen beziehungsweise psychosomatischen Krankheitsbildern von Beginn an bestens pflegerisch und medizinisch versorgt werden. Parallel entwickeln die Verantwortlichen ein zukunftsfähiges und den neuen Leistungsangeboten entsprechendes bauliches Konzept, das mit Fördergeldern des Landes bis Ende 2016 umgesetzt werden soll.

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