Kinder malen zum Thema Palliativ

CKM - Christliches Klinikum Melle

Ausstellung bis zum 16. August im CKM

 

 

Melle. Rund 30 Kinder der Kindertagesstätte St. Marien und des evangelischen Familienzentrums in Melle haben sich mit dem Thema Palliativ (medizinische Behandlung und Begleitung Sterbender und unheilbarer Kranker zur Linderung der Symptome) beschäftigt. In den Niels-Stensen-Kliniken Christliches Klinikum Melle (CKM) gibt es seit zwei Jahren einen SPES-VIVA-Palliativbereich. Unter dem Motto „Palliativ heißt, in einen Mantel gehüllt zu sein“ malten die Kinder, was ihnen zu dem Thema Palliativ einfiel. Die Bilder sind bis zum 16. August im Foyer des CKM zu sehen.

Angeregt hatte diese Aktion Marita Hopster-Siebert vom Sozialdienst des CKM, die die Kitas um Motive für Danksagungskarten bat, die an die Spender für die Palliativarbeit im CKM verschickt werden sollten.

Die Kinder gingen an diese Aufgabe mit ganz unterschiedlichen Blickwinkeln heran: Einige hatten schon einen geliebten Menschen verloren, andere nur den natürlichen kindlichen Zugang zum Thema krank sein, sterben und Leben nach dem Tod bei Gott.

„In allen Motiven erkennt man das Gefühl der Kinder wieder“, so Erzieherin Anke Vogt von der Kita St. Marien. Beispiele seien das Kreuz, das den Menschen Mut und Kraft geben soll, oder der Schutzengel, der sogar im dunkelsten Wald über uns wache. Außerdem gestalteten die Kinder mit verschiedenen Materialien Bilder zum Thema "Wie fühlt es sich an bei Gott?".

Der sechsjährige Berat Celik klebte auf das "Traurige Herz", welches mit Verbänden bedeckt war, noch ein Pflaster. "Und nachher ist alles wieder gut“, sagt er.

Dr. Klaus Peter Spies, Chefarzt Innere Medizin, zeigte sich begeistert von den Bildern: „Im Krankenhaus gibt es auch Patienten mit Krankheiten, die wir nicht heilen können, trotzdem können wir ihnen das Leben leichter machen“, erläuterte er die Arbeit der Palliativstation. Diese hatten viele der Kinder besichtigt, bevor sie ihre Eindrücke malten.

Der Palliativbereich im CKM will den Patienten in seiner schweren Lebenssituation mit ganzheitlich Hilfe und Zuwendung zuteil werden lassen - so wie ein Mantel sich wärmend um einen Menschen legt . Zu diesem Zwecke arbeitet ein multiprofessionelles Team aus speziell ausgebildeten Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Sozialarbeiterinnen und Seelsorgern eng zusammen, um den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Der Palliativbereich verfügt über mehrere speziell auf die Bedürfnisse von Palliativpatienten ausgestattete Zimmer mit z. T. angrenzendem Besucherzimmer, so dass auch begleitende Angehörige übernachten können und eine ruhige Rückzugsmöglichkeit in angenehmer Atmosphäre vorfinden.

Um auch die weitere ambulante Versorgung zu gewährleisten, ist das Team bestrebt, frühzeitig Mitarbeiter der ambulanten Hospizversorgung in die Behandlung einzubinden, um so einen reibungslosen Übergang von stationärer zu ambulanter Behandlung sicherstellen zu können. Für die weitere Behandlung ist die enge Zusammenarbeit mit den betreuenden Hausärzten unabdingbar.

Durch die am Haus gegebene Behandlungsqualität ist es möglich, das in der Region als Synonym für Palliativmedizin stehende Logo "Spes Viva" führen zu dürfen.

 

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