Jugendliche schauten Mitarbeitern beim Zukunftstag über die Schultern

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Niels-Stensen-Kliniken hautnah kennengelernt

Melle/Georgsmarienhütte/Ostercappeln. Zukunftstag in den Niels-Stensen-Kliniken in Melle, Georgsmarienhütte und Ostercappeln: Die Jugendlichen schauten den Mitarbeitern in verschiedenen Bereichen über die Schultern und lernten vielfältige Berufsbilder live kennen.

 

Im Christlichen Klinikum Melle nahmen 15 Schüler am Zukunftstag teil. Vorgestellt wurden die Berufsfelder der Gesundheits- und Krankenpflege, der Krankengymnastik und der Technik. Die Schüler erprobten verschiedene Lagerungsmöglichkeiten und das Gehen mit Unterarmgehstützen. Demonstriert wurde auch, wie ein Gipsverband angelegt und  wie im Notfall im Schockraum gearbeitet wird. Die Mädchen und Jungen erfuhren auch, wie vorzugehen ist, wenn ein Patient Schluckstörungen hat. Außerdem erhielten sie Einblicke in die Krankenhaustechnik: Ihnen wurde zum Beispiel das Rohrpostsystem, die Klimaanlage und das Wasseraufbereitungssystem des Bewegungsbads vorgestellt. Reinhold Schneider, Leiter der technischen Abteilung, führte die Gruppe auch in Räume, die normalerweise nicht zugänglich sind. „So viele Leitungen, Messgeräte und Wassertanks für so ein kleines Bewegungsbad, das hätte ich nicht erwartet“, sagte Lara nach dem Rundgang. Fasziniert waren die Schüler auch von den Dachgeschossräumen der Klimatechnik und meinten, dass es da oben ausschaut wie in einem Raumschiff.

 

Auch im Franziskus-Hospital Harderberg erlebten 15 Kinder Krankenhausberufe hautnah. “Alle Mitwirkenden haben sich unglaublich engagiert, um den Kindern einen abwechslungsreichen und informativen Tag zu bieten“, sagte Matthias Rüschen, stellvertretender Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, die seit

einigen Jahren das Programm gestaltet. Der Tag begann mit der Begrüßung durch die Hausleitung, einem einführenden Film über das Franziskus-Hospital und den Erläuterungen einer Mitarbeiterin der Abteilung für Personalmanagement über die zahlreichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in einem Krankenhaus. Bei einer anschließenden Führung durch verschiedene Bereiche des Krankenhauses gaben die Mitarbeiter einen Überblick über die Vielfalt der Berufe. Hierbei wurde den Kindern immer wieder auch die Möglichkeit geben, praktische Erfahrungen zu sammeln. So konnten sie in der Unfallambulanz einen Gips anlegen oder ein Gummibärchen mittels Endoskop aus einem Hohlkörper entfernen. Auch das Vorbereiten und Setzen von Injektionen am Modell sowie das Blutdruckmessen standen auf dem Programm. Nach dem Besuch der Röntgenabteilung, der Geburtsräume, der Apotheke und der Physiotherapie gab es erst einmal eine kräftige Stärkung. Abschließend erhielten die Teilnehmer einen Einblicke in die Großküche und verschiedene Bereiche der Haustechnik.

Im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln begrüßte Laurentius Uhlenkamp, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, die Mädchen und Jungen und dankte allen Kollegen, „die diesen Tag durch ihren tatkräftigen Einsatz ermöglicht haben“. Zunächst besuchten die Kinder die Patientenaufnahme in der Verwaltung. In der Küche erklärten die Diätassistentinnen, wie das Essen für die Patienten und Mitarbeiter zubereitet und verteilt wird. Weiter ging es in der Physiotherapie. Dort lernten die Schüler das Berufsbild, die Ausbildung und Tätigkeitsfeder des Physiotherapeuten kennen.  Auf dem Programm standen auch praktische Übungen. Spannend war zudem ein Rundgang durch die „Katakomben“ des Krankenhauses, der Blick auf die Computersteuerung der Technik und die Lüftungsanlage des neuen OPs und der Intensivstation. Dann ging es in die Röntgenabteilung. Hier zeigte eine Röntgenaufnahme das Innenleben einer Damen - Handtasche. Es gab einiges zu entdecken. Auf einer simulierten Pflegestation erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Berufsbilder und Fortbildungsmöglichkeiten der Pflegeberufe. Die jungen Gäste konnten hier selbst einige Pflegaufgaben üben, wie zum Beispiel den Bettlakenwechsel bei liegendem Patienten sowie verschiedene Lagerungsmöglichkeiten im  Bett,  Essen anzureichen oder das Aufziehen von Spritzen und das Anlegen eines Gipsverbandes. Auch eine Lungenfunktionsprüfung konnten die Teilnehmer am eigenen Leib erleben. In der Endoskopie wurde den Schülern eine Magenspiegelung demonstriert. Ein unscheinbarer Pappkarton lüftete sein Geheimnis: Ein Fußballmagen mit Gummibärchen. Schließlich sahen die Schüler noch einen Film über die Arbeitsabläufe im OP. Eine Präsentation mit Erläuterung der vielfältigen Berufsfelder und Ausbildungsmöglichkeiten in den Niels-Stensen-Kliniken rundeten den Tag ab.

 

 

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