„Ich höre dein Atmen“

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Vier Künstlerinnen stellen im Brustzentrum Osnabrück auf dem Harderberg aus

Georgsmarienhütte/Osnabrück. „Ich höre dein Atmen“ – Unter diesem Motto steht eine Ausstellung der Künstlerinnen Sylvia Lüdtke, Monika Vesting, Tina Schick und Elisabeth Lasche im Brustzentrum Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken am Franziskus-Hospital Harderberg.

Das Motto passe sehr gut zum Brustzentrum, sagte Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken, in seiner Begrüßung. Er freue sich, dass das Brustzentrum immer wieder interessante Ausstellungen präsentieren könne.

Prof. Dr. Alexander Mundinger, Chefarzt der Sektion für bildgebende und minimal-invasive Mammadiagnostik im Brustzentrum, hat die Ausstellung initiiert und dankte allen Beteiligten. Die Werke seien eine Bereicherung für die Patientinnen, Besucher und Mitarbeiter. Das bestätigte auch Chefarzt Dr. Albert von der Assen. Ebenso wie der „Engel der Hoffnung“ im Eingangsbereich unterstützten sie das Ansinnen der Mitarbeiter, den Patientinnen Hoffnung zu vermitteln.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung stellten die Künstlerinnen sich und ihre Arbeit vor: Sylvia Lüdtke aus Bissendorf sagte, dass sie Papierobjekte erstellt habe. Dazu habe sie Papier verwendet, das sie vor dem Müll gerettet habe. Sie nähere sich damit dem Thema Leben und Tod: Das vergängliche Material bekomme neues Leben. Entstanden sind neue Formen, mitunter hybride Mischwesen, die an Insekt, Mensch oder Fledermaus erinnern. Sie entstammen der Fantasiewelt vergangener Kindheitstage.

Tina Schick aus Osnabrück präsentiert Fotografien, die an einem Strand in Polen entstanden sind, „wo man die Seele baumeln lassen kann“, so die Künstlerin. Es sind Baumstämme zu sehen, die Gesichter haben und viele Geschichten erzählen. Sie sollen zum Loslassen vom Alltag einladen.

Elisabeth Lasche aus Bielefeld zeigt unter anderem ihren Zyklus „Väter und Töchter“. Er entstand in einem Jahr, in dem ihr Vater und ihr Partner starben und sie kurze Zeit später ihre Tochter gebar: „In dem Zyklus zeichnete und bewahrte ich als Malerin unsere Leben zu diesem Zeitpunkt auf. In diesen gemalten Biographien ist unser Atem zu hören.“

Monika Vesting aus Bielefeld ist fasziniert von Ritualen der Heilung. Verbandsmaterial hat dabei für sie als Arbeitsmittel eine große Bedeutung: Die Mullbinde als Metapher für verschiedene Assoziationsketten wie „das Verbundene“, „das Verbindende“ hat in ihrem Schaffen einen besonderen Stellenwert. „Das Verletzte braucht die Sicherheit und Abgegrenztheit der Verbindung, um Heilung zu erreichen“, erläutert die Künstlerin.

Die Ausstellung ist noch bis Ende September im Brustzentrum zu sehen.

 

 

 

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