Hilfe bei Fettleibigkeit

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Neues Adipositas-Zentrum Osnabrück gegründet

 

 

Osnabrück/Ostercappeln. Die Zahl der fettleibigen Menschen nimmt in der Region stark zu. Um Betroffenen künftig noch umfassendere Hilfe anbieten zu können, ist jetzt das Adipositaszentrum Osnabrück gegründet worden.

„Bei Adipositas handelt es sich nicht um ein paar Kilo mehr, sondern um ein extremes Übergewicht, das nicht nur die Lebensqualität erheblich einschränkt und Betroffene in die soziale Isolation führt, sondern auf Dauer den Überlasteten krank macht“, sagt der Leiter des Zentrums, Dr. Martin Gerdes, Chefarzt für Allgemein-, Unfall- und Visceralchirurgie der Niels-Stensen-Kliniken Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln. Aktuelle Studien zeigten, „dass durch operative Eingriffe die Sterblichkeitsrate deutlich gesenkt werden kann“.

Bei der Adipoistastherapie führen die operativen Maßnahmen dazu, dass der Patient nur eine begrenzte Nahrungsmenge zu sich nehmen kann. „Die Gewichtsabnahme ist meist enorm und nachhaltig, so dass auf Dauer in 18 Monaten bis zu 80 Prozent des Übergewichtes reduziert werden kann“, betont Dr. Gerdes.

Im Allgemeinen ist nach seinen Worten ein Eingriff angezeigt, wenn der sogeannte Body-Maß-Index über 40 liegt beziehungsweise über 35, wenn der Patient unter Folgeerkrankungen leidet.

„Die Operationen werden minimal invasiv durchgeführt und sind standardisiert“, erklärt er. Außerdem sei eine lebenslange Nachsorge nötig. Hier sei der Erfahrungsaustausch in einer Selbsthilfegruppe wichtig.

Die Krankheit selbst ist laut Dr. Gerdes oft gar nicht das eigentliche Problem: „Vielmehr belasten die schwerwiegenden Folgeerkrankungen sowohl die Betroffenen, als auch das Gesundheitssystem erheblich.“ Dazu zählten zum Beispiel Typ 2-Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Schlafapnoe, orthopädische und psychosoziale Komplikationen.

Deshalb gibt es unter dem Dach des neuen Adipoitaszentrums ein Team von Experten, die krankhafte Adipositas erfolgreich behandeln und die Patienten auch weiter begleiten. Neben den Medizinern sind dies Fachleute aus den Bereichen Ernährungsberatung, Psychotherapie und Bewegungstherapie.

 

 

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