Großes Interesse an Zwangsstörungen

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Martina Kittel sprach im Rahmen der Vortragsreihe „Wenn die Seele streikt…“ in der Magdalenen-Klinik

Georgsmarienhütte. Ist der Herd wirklich aus? Zwanghaftes Verhalten kommt im Alltag sehr häufig vor. Es müsse aber nicht in jedem Fall krankhaft sein, berichtete die Psychologische Psychotherapeutin Martina Kittel in einer Vortragsveranstaltung, die im Rahmen der Vortragsreihe „Wenn die Seele streikt…“ in den Niels-Stensen-Kliniken Magdalenen-Klinik stattfand.

Der Begriff „zwanghaftes Verhalten" umfasst ein breites Spektrum an Verhaltensweisen. Darunter fallen vollkommen harmlose Angewohnheiten, wie das regelmäßige Kontrollieren des Herdes beim Verlassen des Hauses, aber auch kraft- und zeitraubende Verhaltensmuster, die den Alltag des Betroffenen stark beeinflussen können.

"Wenn Dinge wie zum Beispiel der Herd mehrmals kontrolliert werden, um Sicherheit zu erlangen, oder ständig aufdringliche Gedanken quälen, dann liegt vermutlich eine Zwangserkrankung vor", sagte Frau Kittel. Generell gelte: Je häufiger und stärker das zwanghafte Verhalten von dem sonst üblichen Verhalten abweiche und je mehr es den Betroffenen in seinem alltäglichen Leben behindere und einenge, um so eher werde von einer Störung oder Erkrankung gesprochen.

In ihrem Vortrag ging die Psychologische Psychotherapeutin auch auf die verschiedenen Formen von Zwangsstörungen ein. Allgemein werden zwanghafte Gedanken, Kontrollzwänge, Ordnungszwänge, Wasch- und Reinigungszwänge sowie Zählzwänge unterschieden. Oft gibt es eine Kombination verschiedener Zwänge. Die Ursachen von Zwangsstörungen sind vielfältig. In der Regel kommen mehrere Ursachen, biologische wie biografische, zusammen.

Zum Abschluss der gut besuchten Vortragsveranstaltung erläuterte Frau Kittel die Behandlung von Zwangsstörungen und stellte den typischen Ablauf einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Psychotherapie von Zwangsstörungen vor.

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