Gefäßchirurgische Weltneuheit vorgestellt

MHO - Marienhospital Osnabrück

Chefarzt Privatdozent Dr. Heckenkamp hat ein neues Verfahren zur Schmerzminderung bei Stentoperationen der Haupt- und Beckenschlagader entwickelt

Osnabrück. Weniger Schmerzen nach bestimmten Operationen bei Erweiterung der Haupt- und Beckenschlagader: Ein minimal-invasives Verfahren mit großer Wirkung hat Privatdozent Dr. Jörg Heckenkamp, Chefarzt für Gefäßchirurgie an den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück und Christliches Klinikum Melle, jetzt weltweit erstmalig vorgestellt.

Bei dieser Methode kann die Durchblutung der inneren Beckenschlagader erhalten werden. Das Verfahren sei bisher nur an den oberen Abschnitten der Hauptschlagader untersucht worden, so der Chefarzt: „Jedoch nicht an dieser wichtigen Stelle“. Vielen Patienten „können so operationsbedingte Beschwerden, wie Schmerzen im Gesäß beim Laufen oder aber auch Potenzprobleme beim Mann erspart bleiben“, ist sich Dr. Heckenkamp sicher. Er wird die von ihm entwickelte Methode Medizinern auf einem internationalen Kongress präsentieren.

Bei minimal-invasiven Operationen mit künstlichen Gefäßen (Stents) bestimmter Schlagadererweiterungen kann es nötig werden, die innere Beckenschlagader lahmzulegen. Das führe immer wieder zu Schmerzen nach der Operation und verzögere die Heilung. Nun ist es Dr. Heckenkamp gelungen, diesen Bereich durch einen zusätzlichen Stent zu überbrücken und somit die Durchblutung zu erhalten.

„Wir haben jetzt erste Patienten mit diesem neuen Verfahren sehr erfolgreich operiert“, freut sich der Chefarzt. Sie seien wohlauf und hätten bestätigt, beschwerdefrei zu sein.

Für das Verfahren ist eine besondere Expertise auf dem Gebiet der minimal-invasiven Stentoperationen erforderlich, aber keine besonderen Instrumente oder speziell angefertigte Stents. „Allein der innovative Einsatz von bereits erhältlichen Stents führt zum Erfolg“, so Dr. Heckenkamp.

Die Entdeckung hat auch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin gewürdigt und den Chefarzt der Niels-Stensen-Kliniken gebeten, das Verfahren einer internationalen Öffentlichkeit zu präsentieren, sodass auch rund um den Globus Patienten geholfen werden kann. „Das ist für mich eine große Ehre“, sagt Dr. Heckenkamp, der betont, dass die erfolgreiche Umsetzung der Neuentdeckung nicht ohne sein engagiertes Team möglich gewesen wäre.

 

 

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