Erstmals künstliche Lunge verwendet

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Gute Erfahrungen im Franziskus-Hospital Harderberg

 

Georgsmarienhütte. In den Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital Harderberg ist jetzt erstmals eine künstliche Lunge eingesetzt worden. Oberarzt Dr. Sebastian Ellis ist Experte auf diesem Gebiet und konnte damit erfolgreich einer Patientin helfen, die mit akutem Lungenversagen in das Krankenhaus gekommen war.

 

„Bei ihr war der Einsatz der künstlichen Lunge nötig, weil die Kohlendioxidabsonderung nicht funktionierte“, erläuterte Dr. Ellis.  Die künstliche Lunge sei in diesem Fall die schonendste Behandlungsmöglichkeit gewesen: "Durch das erstmals praktizierte Verfahren konnten wir eine maschinelle Beatmung vermeiden und eine eventuelle Schädigung verhindern", so der Mediziner.

 

Die Patientin hatte plötzlich ein schnell fortschreitendes Lungenversagen entwickelt. "Wir haben sofort gehandelt und ihr die künstliche Lunge über die Leistenarterie und Leistenvene implantiert", sagte der Oberarzt, der die künstliche Lungean den Blutkreislauf der Patientin angeschlossen hat. Dadurch konnte dann der notwendige Gasaustausch stattfinden.

 

Die guten Erfahrungen ermutigen das Franziskus-Hospital Harderberg , dieses Verfahren häufiger einzusetzen. Es sei immer dann angezeigt, wenn die Sauerstoffaufnahme noch möglich ist. Sollte diese auch nicht mehr funktionieren, müsste der Patient an eine aufwändige künstliche Lungenmaschine angeschlossen werden.

 

Die Vorteile des neuen Verfahrens liegen laut Dr. Ellis auf der Hand: Man spare Beatmungszeit, habe weniger Infekte und Komplikationen. Auch die Heilung gehe schneller voran.

 

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