Erster Spes-Viva-Palliativbereich in der stationären Altenpflege eingeweiht

HSM - Altenpflegeheim Haus St. Michael

Bundesweit einmaliges Konzept im Haus St. Michael Ostercappeln

 

Ostercappeln. In den Niels-Stensen-Kliniken Haus St. Michael Ostercappeln ist erstmals ein Spes-Viva-Palliativbereich in einem Altenpflegeheim eingerichtet worden. Das Konzept sei bundesweit bisher einzigartig, betonte Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin im Verbund der Niels-Stensen-Kliniken, im Rahmen der Einsegnung, die Pastor Norbert Friebe vornahm.

 

Zum neuen Palliativbereich gehört ein Wohnzimmer, an dem rechts und links jeweils ein Bewohnerzimmer mit direktem Zugang durch eine Verbindungstür angrenzt. Das Wohnzimmer dient hierbei als Aufenthalts- oder auch Rückzugsmöglichkeit für Angehörige, die trotzdem in der Nähe der Bewohner bleiben möchten. Der Bereich ist für zunächst zwei Pflegebedürftige mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und eingeschränkter Lebenserwartung vorgesehen, die zudem eine besonders aufwändige Versorgung außerhalb eines Krankenhauses, eines stationären Hospizes oder der häuslichen Begleitung benötigen. 

 

Möglich wird dieses durch die neuen Regelungen der sogenannten Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Nach diesen können die SAPV-Leistungen auch in stationären Altenpflegeeinrichtungen erbracht werden. Die pflegerische Versorgung obliegt dem Haus St. Michael über besonders ausgebildete Palliative Care Pflegekräfte, die ärztliche Betreuung erfolgt über die regionalen Palliativmediziner und kann vorübergehend auch von den Ärzten des angrenzenden Krankenhauses St. Raphael übernommen werden.

 

„Mit der Schaffung des neuen Palliativbereiches setzen die Niels-Stensen-Kliniken im Haus St. Michael einen Schwerpunkt in der regionalen und teils überregionalen Palliativversorgung“, so Geschäftsführer Michael Kamp, der auf die lange Tradition der palliativen Versorgung von Schwerstkranken in den Niels-Stensen-Kliniken hinwies. In Anbindung an die Palliativstation im Krankenhaus St. Raphael und der in Ostercappeln bereits 1994 ins Leben gerufenen Initiative zur Begleitung Sterbender und Schwerstkranker werde dieses Spes-Viva-Konzept nun erstmalig auch in der stationären Altenhilfe umgesetzt. 

 

Der neue Palliativbereich wurde überwiegend aus Fördermitteln und Spenden finanziert. Die Lotterie Glückspirale hat 20 000 Euro beigesteuert. Die Einrichtung des neuen Wohnzimmers mit Kosten in Höhe von 8 000 Euro wurde komplett vom Verein Spes Viva übernommen. Einen entsprechenden Scheck überreichte die Geschäftsführerin des Spes-Viva-Fördervereins, Sandra Kötter, an Einrichtungsleiterin Schwester M. Gabrielis und Pflegedienstleiterin Karin Niehenke. Rainer Ellermann vom Vorstand des Spes-Viva-Fördervereins übergab die offizielle Spes-Viva-Urkunde und dankte allen, die am Zustandekommen des neuen Palliativbereichs mitgewirkt haben.

 

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