Einsatz in afrikanischem Buschkrankenhaus

SRO - Krankenhaus St. Raphael

Ärzte und Pflegende aus den Niels-Stensen-Kliniken halfen für rund zwei Wochen in Kenia

Osnabrück/Melle/Ostercappeln. Ärzte und Pflegende aus den Niels-Stensen-Kliniken waren jetzt für rund zwei Wochen im afrikanischen Nangina / Kenia im Einsatz. Die Mitarbeiter aus dem Marienhospital Osnabrück, dem Christlichen Klinikum Melle und dem Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln operierten im Hospital zur Heiligen Familie gemeinsam mit den afrikanischen Kollegen, halfen vielen kranken Menschen vor Ort und gaben ihr Wissen an die Kollegen in Nangina weiter.

 

Das Buschkrankenhaus nahe der Grenze zu Uganda hat rund 30 Mitarbeiter, darunter zwei einheimische Ärzte, zwei deutsche Ärzte in Ausbildung und zwölf Krankenschwestern. Es gibt 100 Betten, verteilt auf Kinder- Erwachsenen und Entbindungsstation. Außerdem sind ein Labor, eine Apotheke, zwei OP-Räume und eine gut frequentierte Ambulanz vorhanden.

 

Das Hilfsprojekt wurde von Dr. Klaus Flohr, Oberarzt der Klinik für Gynäkologie am Marienhospital Osnabrück initiiert. Er hatte in den 90er Jahren als Entwicklungshelfer in dem afrikanischen Krankenhaus gearbeitet. „Bischof Wambua hat mich um Hilfe bei der Weiterentwicklung des Hospitals gebeten“, berichtet der Gynäkologe. Gesagt, getan. In den Niels-Stensen-Kliniken fand er Mitstreiter.

 

„Im OP mangelte es dort an fast allem“, berichtete Manuela Junker (Fachkrankenschwester für den Operationsdienst im Marienhospital Osnabrück). Selbst das Licht fehlte, von sterilen Instrumenten ganz zu schweigen.

 

Die Mitarbeiter der Niels-Stensen-Kliniken haben nicht nur mehr als 25 Operationen durchgeführt, sondern auch das Personal des Hospitals geschult. Zum Beispiel in Maßnahmen zur Wiederbelebung. Bildung sei das wichtigste für die Mitarbeiter, so Dr. Flohr. Aber auch die medizinische Ausstattung sei entscheidend, ergänzte Dr. Guido Hafer, Chefarzt für Unfallchirurgie am Christlichen  Klinikum Melle. Deshalb hätten die Niels-Stensen-Kliniken das Hospital mit medizinischer Technik unterstützt, darunter ein Narkosegerät.

 

Der Einsatz in Kenia mache Mut, so Meike Mallmann (Fachkrankenschwester für den Operationsdienst im Marienhospital Osnabrück): „Die Hospitalmitarbeiter bemühen sich und setzen das um, was wir ihnen vermitteln.“ Sie seien sehr dankbar und immer fröhlich, ergänzt Manuela Junker. Das ganze Team sei herzlich aufgenommen worden. „Wir gehörten dort sofort zur Krankenhausfamilie.“ Die Hilfe solle weitergehen, kündigte Dr. Flohr an. Im Herbst werde ein weiterer Einsatz folgen.

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