Ein Zeichen gegen die Reform

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Rund 150 Mitarbeitende der Niels-Stensen-Kliniken und des Christlichen Kinderhospitals protestierten in Berlin

Osnabrück/Berlin. Am bundesweiten Aktionstag gegen die geplante Krankenhausreform haben sich auch rund 150 Mitarbeitende der Niels-Stensen-Kliniken und des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück beteiligt. Sie reisten als Repräsentanten für die gesamte Belegschaft des Krankenhausverbundes nach Berlin und protestierten am Brandenburger Tor gemeinsam mit über 10 000 Kollegen (davon rund 750 aus Niedersachsen) gegen den Entwurf des Krankenhausstrukturgesetzes.

Sie forderten eine faire Bezahlung für gute Arbeit: „Es muss eine vollständige Finanzierung der Personal- und Sachkosten der Krankenhäuser sowie eine auskömmliche Finanzierung der Investitionen ermöglicht werden. Das ist mit dem aktuell vorliegenden Entwurf des Krankenhausstrukturgesetzes nicht gewährleistet“, betonte Michael Kamp, Geschäftsführer des Franziskus-Hospitals Harderberg und des Krankenhauses St. Raphael Ostercappeln der Niels-Stensen-Kliniken. Nur so könne auch in Zukunft die qualitätsgesicherte Versorgung der Bevölkerung mit stationären Krankenhausleistungen gesichert werden.

Die Krankenhäuser mahnen mit dem bundesweiten Aktionstag zudem an, die in Niedersachsen bestehende Investitionslücke von 1,5 Milliarden Euro zu schließen. Auch hierfür bietet das Gesetz keine nachhaltige Lösung.

In ganz Deutschland beteiligten sich zahlreiche Krankenhäuser an dem Aktionstag, um gegen die Reform Flagge zu zeigen.

„Wenn die Politik sich einer sinnvollen Reform verweigert, wird dies nicht die letzte Aktion gewesen sein“, sagt Michael Winkler, Geschäftsführer des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück.

Die Niels-Stensen-Kliniken und das Christliche Kinderhospital haben ihrem Unmut über die Unzulänglichkeiten der Reform bereits mehrfach mit Protestkundgebungen in der Region Luft gemacht. So starteten sie am 16. Juli eine Ballonaktion, um zu zeigen, dass sie wegen des Krankenhausgesetzentwurfes „in die Luft gehen“.

 

 

 

 

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