Ein Gang durch den Darm

MHO - Marienhospital Osnabrück

Überdimensionales Darmmodell beim Darmkrebstag am 12. März im Marienhospital Osnabrück

 

 

Osnabrück. Beim Darmkrebstag am Samstag, 12. März, 9 bis 15 Uhr, in den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück können die Besucher durch ein überdimensionales Darmmodell gehen: Es ist acht Meter lang, zwei Meter hoch, anderthalb Meter breit und macht chronische Darmerkrankungen in verschiedenen Stadien, unterschiedliche Polypen, Adenome, Divertikel sowie Karzinome hautnah erlebbar.

Auf dem Programm des Darmkrebstags stehen auch Vorträge, eine Ausstellung, Endoskopieuntersuchungen am Modell sowie eine Besichtigung der onkologischen Praxis Lenzen/Wamhoff im Ärztehaus am MHO.

In den Vorträgen informieren Mediziner über das zertifizierte Darmzentrum am Marienhospital, über die Entstehung, Vorbeugung und Früherkennung von Darmkrebs sowie über optimale Behandlungsmöglichkeiten und die Chemotherapie.

In der Ausstellung präsentieren sich unter anderem die Stomatherapie, die Selbsthilfegruppe ILCO, das Osnabrücker Hospiz, der psychologische Dienst, die Osnabrücker Krebsberatungsstelle und kooperierende Arztpraxen sowie Kliniken.

Die Veranstaltung findet auf Ebene 3 des Marienhospitals statt, die über den Haupteingang zu erreichen ist. Hier steht auch das begehbare Darmmodell.

Dieses verdeutlicht unter anderem die übermäßige Vermehrung gesunder Darmzellen, aus der kleine Schleimhautpolypen, Adenome, entstehen können. Diese pilzähnlichen Vorwölbungen in den Darmraum sind zwar noch gutartig, werden aber bereits als potentielle Krebsvorstufen betrachtet. Die Entwicklung vom Polypen zum bösartigen Tumor kann Jahre dauern. Bei bösartigen Tumoren ist das Zellwachstum absolut unkontrolliert, Polypen mutieren nun zu bösartigem Krebs. Zu sehen sind auch Divertikel. Das sind sehr dünne und kleine Ausstülpungen der Darmwand im Darmmodell, die sich nicht aktiv entleeren können wie der übrige Darm. Dadurch können sich Entzündungen ausbilden, indem Bakterien in die Darmwand eindringen. Diese Entzündungen (Diveritkulitis) kann immer wiederkehren.

Rund 70.000 Darmkrebsneuerkrankungen und über 30.000 tödlich endende Krankheitsverläufe pro Jahr verdeutlichen, dass Krebs eine der häufigsten Erkrankungen und vor allem Todesursachen in Deutschland ist. Das begehbare Darmmodell dokumentiert professionell und doch klar verständlich die Dringlichkeit der Vorsorge und somit die Chance der Früherkennung.

 

 

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