Ehrenamtliche für den Hatz TL 10 gesucht

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Landwirtschaftliche Themen spielen im Niels Stensen Pflegezentrums in Ankum eine wichtige Rolle

Ankum/Berge. Das Niels Stensen Pflegezentrum in Ankum sucht Ehrenamtliche, die sich um den Hatz TL 10 kümmern. Der Trecker von 1958 mit zwölf PS und fast sieben Meter Länge ist mittlerweile zum festen Inventar des Hauses geworden. "Er benötigt aber eine regelmäßige Wartung und Pflege durch Menschen, die sich mit Treckern auskennen", so Pflegedienstleiter Axel Spieker. Daher würden sich die Bewohner freuen, wenn sich jemand fände, der sich um das nostalgische Vehikel kümmern könnte.

Rund 80 Prozent der Bewohner stammen aus der Landwirtschaft und haben jahrelang mit Traktoren zu tun gehabt. Der Trecker sei beschafft worden, damit die älteren Herren „Dieselgespräche“ führen können, so Spieker. „Die Einsatzmöglichkeiten im Innenhof sind natürlich beschränkt“, erklärt er. Aber der Trecker stehe hier aus einem anderen Grund. Er solle ganz einfach die Aufmerksamkeit der Bewohner auf sich ziehen, Beachtung finden, zu Gesprächen anregen und nicht zuletzt bei den Bewohnern des Hauses die Erinnerung an früher wach halten. Denn ältere Menschen verlören häufig das Interesse an den alltäglichen Dingen, weil ihnen Anregungen dazu fehlten. „Unseren großzügigen Innenhof haben wir deshalb mit vielen Themen gestalten, von denen sich die Bewohner, insbesondere auch Demenzkranke, angesprochen fühlen“, erläuterte er: „Wir regen die Erinnerungen über verschiedene Reize an.“

Und das funktioniert sehr gut, der Trecker ist ein echter Blickfang und steht immer wieder im Mittelpunkt. Das technische Gerät passt auch thematisch gut in den Innenhof der Einrichtung. Denn die Beete sind mit Gewürz-, Gemüse und Obstbäumen sowie  –sträuchern bepflanzt, die auch in Bauerngärten nicht fehlen.

Aber es gibt noch andere heimische Objekte. So haben die Bewohner Frieda und Rudolf von der Heide aus Berge eine alte Holzwindmühle mitgebracht, die nun das Ambiente des Innenhofs bereichert. Die habe ein Künstler aus Berge gestaltet, berichten sie. Beide hätten die Windmühle so lieb gewonnen, dass sie sie auch im Pflegezentrum nicht missen wollten. Und so können sich nun nicht nur die beiden daran erfreuen, sondern auch ihre vielen Mitbewohner und die Angehörigen. Und auch das macht das Ehepaar sehr stolz.

 

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