Die Papierkladde ist Geschichte

MHO - Marienhospital Osnabrück

Im Marienhospital Osnabrück gehen Ärzte und Pflegende mit dem PC auf Visite

Osnabrück. Blutdruck, Temperatur, Untersuchungen, Medikamenteneinnahme und pflegerische Maßnahmen werden bei den täglichen Visiten am Krankenbett erfasst und in der Patientenakte dokumentiert. Nun hat auch in diesem Bereich das digitale Zeitalter das Krankenhaus erobert: In den Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Osnabrück gehen die Ärzte und Pflegenden jetzt mit einem mobilen PC zum Patienten und sind über ein drahtloses Funknetz (WLAN-Netz) mit der zentralen Patientendokumentation verbunden. So können die Ärzte und Pflegenden mit den Patienten am Krankenbett die Befunde auf dem PC-Bildschirm anschauen und diese mit ihnen durchsprechen.

 

„Die digitalen Akten enthalten auch zum Beispiel Röntgenbilder, Laborwerte und die komplette pflegerische Dokumentation“, erläutert stellvertretender Pflegedirektor Heiner Hehemann. Der Vorteil: Alles kann direkt an mitbehandelnde Mediziner im eigenen Haus übermittelt werden und sogar in gemeinsamen Beratungen an den Bildschirmen aller Beteiligten betrachtet werden.

 

Das sei ein enormer Fortschritt hinsichtlich der schnellen Entscheidungsfindung und effektiven, sofortigen Behandlung der Patienten: „Wartezeiten, weil Patientenakten noch irgendwo auf dem Weg sind, entfallen jetzt immer häufiger“, so Hehemann, der an der Einführung des Systems beteiligt war. Und: „Der Patient braucht nicht mehrfach nach dem gleichen Sachverhalt befragt zu werden. Damit werden Abläufe in vielen Bereichen spürbar verbessert, die den Patienten und den Mitarbeitern zu Gute kommen.“ Hehemann unterstreicht, dass damit mehr Zeit für die Patienten gewonnen wird.

 

Voraussetzung für die elektronische Patientenakte war die flächendeckende Ausstattung des Krankenhauses mit einem drahtlosen Netzwerk und mobil arbeitenden Computern, eine umfangreiche Schulung der Mitarbeiter und eine bedarfsgerechte Anpassung von Arbeitsabläufen. Ein Sicherheitskonzept sorgt für die Verfügbarkeit der Daten bei einem Systemausfall.

 

Nach Einschätzung der Krankenhausleitung verfügt das Marienhospital Osnabrück nun über ein Dokumentationssystem, das zukünftige Entwicklungen in der Behandlung und Pflege deutlich unterstützen wird.

 

 

 

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