Die Niels-Stensen-Kliniken und Martina Leker-Grothmann profitieren

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Neues Arbeitsmarktprogramm für die befristete Beschäftigung von Schwerbehinderten

 

 

Osnabrück. Martina Leker-Grothmann hat nach mehreren Jahren Arbeitslosigkeit eine neue Stelle als Lagerhilfskraft in der Niels-Stensen-Klinik in Osnabrück bekommen - und das, obwohl sie schwer hörgeschädigt ist. Möglich gemacht hat dies das neue regionale Arbeitsmarktprogramm zum Abbau der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in Niedersachsen.

Arbeitgeber mit Betriebssitz in Niedersachsen und Bremen können Fördergelder erhalten, wenn sie schwerbehinderte Menschen, die in Niedersachsen wohnen, befristet einstellen. Die Förderung erfolgt zunächst für drei Monate und beträgt bis zu 100 Prozent des Arbeitsentgelts.

Im Vordergrund steht nicht nur die finanzielle Unterstützung. Arbeitgeber können sich damit von der Leistungsfähigkeit von schwerbehinderten Arbeitnehmern überzeugen.

„Frau Leker-Grothmann konnte so zuerst einmal mit ihrer Motivation und Leistung beeindrucken. In zweiter Linie werden dann die notwendigen Arrangements der Beschäftigung Schwerbehinderter getroffen“, so Rita Kampsen, Teamleiterin Reha/Schwerbehinderte in der Agentur für Arbeit Osnabrück.

„Mit den Niels-Stensen-Kliniken haben wir einen Arbeitsmarktpartner, der sich modern und aufgeschlossen zeigt, um so dem Fachkräftebedarf gerecht zu werden. Wir unterstützen auch diesen Krankenhausträger mit allen Instrumenten, die der Arbeitsagentur zur Verfügung stehen“, ergänzt Claudia von Kiedrowski vom Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur Osnabrück. Kiedrowski weiter: „ Eine Schwerbehinderung ist heute kein Grund mehr, einen Menschen nicht zu beschäftigen. Bei einer behinderungsgerechten Beschäftigung und gegebenenfalls Arbeitsplatzausstattung bringen Schwerbehinderte die gleiche Leistung wie nicht behinderte Mitarbeiter.

Über die vielfältigen Förderungsmöglichkeiten beraten wir Arbeitgeber gerne auch im Vorfeld.“

Ursula Donnermeyer, die im Personalmanagement der Niels-Stensen-Kliniken für Frau Leker-Grotmann zuständig ist, freut sich über die gute Kooperation mit der Agentur für Arbeit: „Die unbürokratische Vermittlung hilft, Schwellen abzubauen. Davon profitieren wir alle.“ Am meisten gilt dies natürlich für Martina Leker-Grotmann. Sie ist mit ihrer Tätigkeit sehr zufrieden. Zu ihren Aufgaben gehört die Zusammenstellung bestellter Waren, die Erstellung von Lieferscheinen, die Prüfung eingehender Ware und einiges mehr. Frau Leker-Grothmann: „Das geht ohne Hilfsmittel ganz hervorragend. Bei Besprechungen unterstützt mich manchmal ein Gebärdendolmetscher, dessen Kosten das Integrationsamt übernimmt.“

 

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