Die gute Seele in der Notaufnahme

FHH - Franziskus-Hospital Harderberg

Schwester Hildegardis hat in der ZNA des Franziskus-Hospitals die Hände frei und immer ein offenes Ohr

Georgsmarienhütte. In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) der Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital Harderberg ist fast immer Hochbetrieb. Unfallpatienten werden hier ebenso wie akut Erkrankte eingeliefert. Die Mitarbeiter kümmern sich intensiv um alle Patienten. Eine ruhige Hand ist dabei erstes Gebot. Doch oft sind die Patienten und begleitende Angehörige verständlicherweise in einer Stresssituation, haben viele Fragen. Manchmal sind Kinder dabei. Stress, Sorgen und Unruhe sind für die Patienten der Notaufnahme eine zusätzliche Belastung. Am Franziskus-Hospital wurde deshalb jetzt Abhilfe geschaffen und ein Pilotprojekt gestartet, das, so Geschäftsführer Michael Kamp, „auf die besonderen Bedürfnisse der Patienten und Angehörigen in dieser Ausnahmesituation eingeht und bereits jetzt als Erfolg gewertet werden kann“.

Als Schwester M. Hildegardis nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Stationsleitung der Inneren ihre Aufgaben in jüngere Hände legen wollte, wurde die Idee geboren, sie zu bitten, die ZNA zu unterstützen: Als Ansprechpartnerin für Patienten und Angehörige, die die Hände frei und immer ein offenes Ohr hat. Gesagt getan. „Ich freue mich sehr über diese Aufgabe und gehe sie jeden Morgen wieder gerne an“, so die 69-jährige Ordensschwester, die aus ihrer Tätigkeit als Stationsleitung die notwendige Erfahrung und Souveränität aus dem Stationsalltag mitbringt.

Ihren Arbeitsplatz in der Notaufnahme hat sie liebgewonnen. Sie ist immer da, wenn sie gebraucht wird. Jeden morgen kommt sie in die ZNA und spricht mit den Patienten und Angehörigen, beantwortet Fragen, beruhigt sie, schenkt ihnen auch schon mal eine Tasse Kaffe ein und beschäftigt sich mit quengelnden Kindern.

„Sie nimmt uns den Druck“, freut sich der ärztliche ZNA-Leiter Dr. Sebastian Ellis. Und pflegerischer Leiter Hartmut Ruthemeyer ergänzt:  „Sie ist die gute Seele in der Notaufnahme und hilft uns enorm.“

Da ist zum Beispiel ein Jugendlicher, der in der Schule mehrfach kollabierte. Die Mutter macht sich große Sorgen.  „Da habe ich mich um sie gekümmert“, sagt Schwester Hildegardis. Das habe ihr gut getan.

„Die Patienten sollen sich hier von Anfang an gut aufgehoben fühlen“, so die Ordensschwester. "Sie sollen nicht allein eine gute medizinische Versorgung erfahren, sondern auch die menschliche Begleitung vom ersten Schritt an", betont Dr. Ellis. Und das klappe dank Schwester Hildegardis hervorragend, betont Ruthemeyer, der sich sicher ist, „dass das Modell Schule machen wird“.

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