Der Maßanzug für das Knie

MHA - Marienhospital Ankum Bersenbrück

Orthopäden implantieren im Marienhospital Ankum-Bersenbrück maßgeschneiderte Knieprothesen – Verfahren aus den USA erstmals im Nordkreis

 

 

 

Ankum/Bramsche/Rieste/Neuenkirchen bei Bramsche. Andrea Lammers (48) aus Neuenkirchen bei Bramsche und Christa Schulze (60) aus Rieste haben eines gemeinsam: Eine innovative Knieprothese. Diese wurde nach einem jetzt erstmals im Nordkreis angewandten Verfahren individuell für sie erstellt.

Die Orthopäden Dr. Christian Breuer und Dr. Hans-Christian Freytag vom Marienhospital Ankum-Bersenbrück der Niels-Stensen-Kliniken, die auch eine Sprechstunde in den Niels-Stensen-Kliniken Bramsche haben, sehen klare Vorteile in der neuen Methode, die aus den USA kommt: „Sie ermöglicht eine raschere Genesung, die Patienten sind schnell wieder auf den Beinen“, sagt Dr. Breuer. „Es gebe keine Irritationen der Sehnen und auch der Knochenverlust falle wesentlich geringer aus“, so Dr. Freytag:  Der normale Bewegungsablauf des Knies bleibe zudem erhalten.

Bei der individuell angepassten Prothese wird per Computertomografie ein dreidimensionales Modell des Knies erstellt. Auf dessen Grundlage wird das Implantat gefertigt. Bei der Implantation werde bis zu 25 Prozent weniger Knochenmasse entfernt als bei einer konventionellen Prothese, erläutern die Ärzte.

Andrea Lammers ist froh, dass das neue Verfahren bei ihr angewandt wurde. „Die Schmerzen kamen plötzlich bei der Gartenarbeit“, sagt sie. Von da an sei die Bewegung für sie sehr eingeschränkt gewesen: „Kein Bummeln, keine Waldspaziergänge, nichts war mehr möglich.“ Nun ist sie wieder auf den Beinen und mit ihrer Prothese gut unterwegs.

Christa Schulze klagte über eine ausgeprägte Kniearthrose. Auch ihr konnten die beiden Orthopäden mit der individuellen Prothese helfen. „Am 1. Mai möchte ich wieder eine Radtour machen können.“ Das hat sich die Patientin zum Ziel gesetzt.

Und das sei durchaus realistisch, erklären die beiden Mediziner, die sich freuen, dass sie beiden Patienten wieder mehr Lebensqualität ermöglichen konnten. Und die soll möglichst lange anhalten. Wegen der maßgeschneiderten Passform sei der Verschleiß der Prothese geringer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück zum Seitenanfang