Das „Johanniter-Krankenhaus“ wird zu „Niels-Stensen-Kliniken Bramsche“

NSK - Niels Stensen Kliniken (Portal)

Optimale Versorgung für die Region, Sicherheit für die Mitarbeiter

Bramsche. Eine sehr gute medizinische Versorgung für die Bürger des Nordkreises, Sicherheit für die Mitarbeiter und ein neuer Name für das bisherige Johanniter-Krankenhaus – das ist das Ergebnis einer neuen Partnerschaft in Bramsche. Die Niels-Stensen-Kliniken GmbH wird zum 01. Mai 2010 Hauptgesellschafterin der Johanniter-Krankenhaus Bramsche GmbH. Das Krankenhaus wird den Namen Niels-Stensen-Kliniken Bramsche erhalten. Zukünftig werden die Niels-Stensen-Kliniken die wirtschaftliche Verantwortung für das Bramscher Krankenhaus tragen – während die Johanniter über die Arbeit in den Gremien des Hauses künftig eine begleitende Rolle übernehmen.

Die bisherige Hauptgesellschafterin der Bramscher Krankenhaus-Gesell-schaft, die Johanniter GmbH mit Sitz in Berlin, ist die zentrale Trägergesellschaft für die Krankenhäuser, Fach- und Rehabilitationskliniken sowie Altenpflegeeinrichtungen der Johanniter. Die Rolle des Bramscher Hauses in diesem Verbund hat sich nun verändert: Für das Krankenhaus, dem wegen seiner isolierten Lage keine Einrichtung aus den eigenen Reihen zur Seite stehen kann, haben die Johanniter einen geeigneten Partner gesucht. „Die Niels-Stensen-Kliniken haben mit einem überzeugenden medizinischen Konzept und konkreten Investitionsplänen unsere Erwartungen an einen starken strategischen Partner erfüllt“, stellt Dr. Jörg Blattmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter GmbH, fest.

Dr. Joachim v. Einem, Regierender Kommendator der Hannoverschen Genossenschaft des Johanniterordens, liegt die Entwicklung der Bramscher Einrichtung sehr am Herzen. Er blickt angesichts der christlichen Ausrichtung des Krankenhauses positiv in die Zukunft: „Den evangelischen Patienten und Mitarbeitern werden weiterhin seelsorgerische Angebote zur Verfügung stehen.“

Der Geschäftsführer des Johanniter-Krankenhauses, Ralf Vogt, sieht in dem neuen Mehrheitsgesellschafter „Niels-Stensen-Kliniken“ eine große Chance: „ Die Niels-Stensen-Kliniken haben Erfahrung und Erfolg in der Übernahme von Krankenhäusern. Mit diesem neuen Gesellschafter ist die Perpektive einer ganzheitlichen Grund- und Regelversorgung in der Region gesichert. Im Verbund der Niels-Stensen-Kliniken ist die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter gewährleistet. Die Schnittstellen und Kooperationen mit den niedergelassenen Ärzten werden gut gepflegt werden. Ich bin daher sehr zufrieden.“

Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken GmbH, verweist auf die starken Perspektiven, die sich für das Bramscher Krankenhaus zukünftig ergeben: „Wir stehen für eine qualitative und wohnortnahe medizinische Versorgung der Bürger. Um das auch weiterhin zu gewährleisten, werden wir in Bramsche kräftig investieren und durch die enge Zusammenarbeit mit den Niels-Stensen-Kliniken, insbesondere dem Marienhospital Ankum-Bersenbrück, medizinische Angebote schaffen, die bisher nicht möglich waren. Wenn man die Leistungen beider Häuser gut miteinander verbindet, gilt die Weisheit, dass das Ganze mehr ist als die Summe der einzelnen Häuser.“

Die Kooperation mit dem Marienhospital Ankum-Bersenbrück wird auch durch den neuen Geschäftsführer des Bramscher Krankenhauses gewährleistet: Ralf Brinkmann ist bereits seit mehr als sechs Jahren Geschäftsführer in Ankum und ein ausgewiesener Krankenhaus-Fachmann. Seine Hauptaufgabe ist, die Zusammenarbeit der beiden Häuser zu koordinieren. Brinkmann betont, dass dabei jedes Haus sein eigenes Profil behalten wird: „Es gehört zu den Prinzipien der Niels-Stensen-Kliniken, dass wir unsere Stärke durch die Abstimmung der einzelnen Häuser gewinnen. Das funktioniert nur, wenn jedes Haus sein eigenes Profil hat.“

Lullmann und Brinkmann planen, in einem ersten Schritt die Grundversorgung im Bramscher Krankenhaus zu stärken. Die zurzeit offene Stelle des Chefarztes der Inneren Medizin möchte man möglichst schnell besetzen. In enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung durch die anderen Häuser der Niels-Stensen-Kliniken sollen Spezialangebote am Standort Bramsche etabliert werden. Weitere konzeptionelle Überlegungen werden in den nächsten Wochen präzisiert. Vorrangig sollen intensive Gespräche mit den Mitarbeitern des Krankenhauses geführt werden.

Die zukünftigen Möglichkeiten hängen zudem stark von den baulichen Rahmenbedingungen ab. Dazu Werner Lullmann: „Wir werden sicherlich in Baumaßnahmen investieren müssen, um das Haus auf einen technischen Stand zu bringen, der den aktuellen Anforderungen entspricht. Konzeptionelle Entwicklungen und bauliche Erfordernisse werden in den nächsten Jahren Hand in Hand gehen.“

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des bisherigen Johanniter-Krankenhauses schafft der Einstieg der Niels-Stensen-Kliniken GmbH Sicherheit. Brinkmann: „Wir wollen Arbeitsplätze sichern und in den nächsten Jahren sogar ausbauen. Im regionalen Verbund der Niels-Stensen-Kliniken ergeben sich zudem viele Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung, die ein einzelnes Haus zunehmend nicht mehr bieten kann.“ 

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Zur Niels-Stensen-Kliniken GmbH gehören bisher fünf Krankenhäuser (neben dem Marienhospital Ankum auch das Marienhospital Osnabrück, das Franziskus-Hospital Harderberg, das Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln und das Christliche Klinikum Melle), eine psychiatrische Fachklinik, zwei Altenpflegeeinrichtungen und ein Bildungszentrum. Insgesamt arbeiten ca. 3.400 Menschen in den Einrichtungen der Niels-Stensen-Kliniken GmbH, die zu den zehn größten freigemeinnützigen Krankenhaus-Trägern in Deutschland gehört.

Die Johanniter GmbH, Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Einrichtungen, ist ein Werk des Johanniterordens und verantwortet als zentrale Trägergesellschaft die Arbeit von rund 80 stationären Einrichtungen in Deutschland. Dazu zählen 15 Krankenhäuser, Fach- und Rehabilitationskliniken sowie Medizinische Versorgungszentren, Tageskliniken und derzeit 66 Altenpflegeeinrichtungen. Über 9.500 Mitarbeiter engagieren sich rund um die Versorgung der kranken und pflegebedürftigen Menschen. Die Johanniter-Einrichtungen haben im Jahr 2009 einen Gesamtumsatz von rund 575 Millionen Euro erwirtschaftet.

 

 

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